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Artikel des Tages


#83

doch, dass ist so richtig,

Man kann sich natürlich über eine positive Handelsbilianz freuen, wenn das Land so arm ist, dass es gar nichs importieren kann.

Selbst Italien hat eine positive Handelsbilianz. Das es in diesem Land aufwärts geht, wird aber kein Mensch behaupten.


(Manfred) #84

Verstehe ich nicht ganz: Nach der oben aufgeführten Statistik hat Polen 2017 insgesamt für
51.019.684.000 EUR nach Deutschland exportiert und im gleichen Zug für 59.536.592.000 EUR aus Deutschland importiert. Wieso … “arm, dass es gar nichts importieren kann”?


#85

Dies ging im wesentlichen gegen dein Argument, aus der Handelsbilianz die Unrichtigkeit meiner Aussage ableiten zu können.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie du angesichts der Bauchlandung die alle möglichen EU Länder erlitten haben, nun allenernstes glaubst “man müsste das erst recherchieren”. Und dann kommst du mit dem einzigen Gegenbeispiel, dass du finden kannst.

Hier ein Artikel über Polen.

Wer hier profitiert, ist sicher nicht die Bevölkerung.

edit: ok die polnische Wirtschaft wächst. Aber zu welchem Preis. Und was ist mit den ganzen südlichen EU-Ländern?

Wichtig ist, dass der Wachstum ganz offensichtlich zu Lasten der Arbeitnehmer erkauft werden, und das gilt auch für den deutschen Wachstum, der durch einen Niederliglohnsektor ermöglich wurde, der Agenda 2010


#86

hier nochmal ein Artikel über die Thematik.


#87

:smile:


#88

es war einmal, vor langer langer zeit, als die welt noch jung war und das wünschen noch geholfen hat, dieser mann : - “so höret”, sprach er, “was geschah!” . doch keiner hörte zu.

wer kennt ihn noch, diesen mann?


#89

#90

Wie man aus der Polizei die Gestapo macht:


#91

es hat angefangen…


#92

War es nicht die AfD, welche Psychisch Gestörte, Arbeitslose und kriminelle Jugendliche in Lager sperren wollte?


#93

es wird halt immer schlimmer. Aber ich persönlich beginne mich auch langsam zu fürchten.

Die CSU hat wohl die vorschläge übernommen.


#94

Ach, ich traue den Regierungen und Co. schon lange alles zu, sei es noch so bescheuert.

Sie will der AfD wahrscheinlich ein paar Leute ausspannen vor den nächsten Akzeptanzbeschaffungsfestspielen für Herrschaft.


#95

genau. Das ganze Gefasel von Grünen bis CSU gegen die AfD ist im wesentlichen ihre Angst vor der Konkurrenz. Inhaltlich haben sie da im Grunde wenig Berührungsängste.
Und auch die LINKE um Sahra Wagenknecht versucht die AfD Wähler heimzuholen.

Deutschland ist nur soweit “offen und tolerant”, wie es einen offenen Markt haben möchte.

Ich habe also nicht den Eindruck, dass die Lösung für unsere Probleme innerhalb einer parlamentarischen Demokratie zu finden ist.


#96

Darum ist die (((AfD))) so praktisch für das Establishment, weil es einen Bösewicht hat, den es angeblich und tatsächlich bekämpfen und sich somit als Held darstellen kann. Man könnte fast denken, würde es die AfD nicht geben, so hätte man sie gründen müssen… warte, das hat man ja auch getan. War deren erster Boss, (((Bernd das Luckebrot))) nicht irgendein Pro-TTIP-Lobbyist?


#97

Das Verhältniss zwischen AfD und dem Establishment ist ein ähnliches wie bei dem restlichen Rechtsruck der westlichen Welt. Am Prominentesten wohl die Trumpgeschichte, aber es ist überall recht ähnlich. Man könnte fast von einem internationalen Rechtspopulismus sprechen.

Deutschland ist lange Zeit im imperialistischen Windschatten der USA mitgefahren, deren Doktrin die Öffnung des Weltmarktes war. Dies galt bis einschließlich Obama. Der strategische Grund war, dass die USA nach zwei gewonnen Weltkriegen und dem gewonnen kalten Krieg die stärkste Wirtschaftsmacht war, und deswegen global die von der Öffnung der Märkte profitiert hat. America first galt auch unter Obama, er hielt es nur für unnötig das auszusprechen.

Trump macht nun einen Kosten/Nutzen Rechnung auf und stellt fest, dass die anderen Länder aufgeholt haben, die USA also nicht mehr ohne weiters von jedem Markt auf der Welt profitiert. Deswegen beschließt er kurzerhand die Globalisierung wieder zu beenden. Das das geht, beweist, dass die Globalisierung immerschon ein Produkt von Nationalstaaten war.

In der BRD das gleiche: Das Establishment hat von einem offenen Europa profitiert, weil Deutschland durch Agenda 2010 stärkste Wirtschaftsmacht ist. Ein Exportweltmesiter liebt fremde zahlungsfähige Kulturen, ist natürlich klar. Nun stellt Trump klar, dass er sich von der durch Deutschland kontrollierten EU nicht mehr so ohne weiteres ausnutzen lassen will. Demenstprechend sind die offenen Märkte nicht mehr für lau zu haben, sondern nur noch für militärisches Engagement. Das befördert die reaktionären Kräfte um die AfD.

Weiterhin tendieren die Abgehängten leider nach rechts, die in dem Maße zunehmen, wie die Armut in der BRD zunimmt. Doch Nationalismus ist keine Lösung, der Nationalstaat ist ein wesentlicher Teil des Problemkomplexes Kapitalismus.


#98

Deutschland lässt Ronny mit Hartz IV systematisch unter dem Existenzminimum rumkrebsen. Dieses Jahr wurde das Kindergeld für Chantal um ganze zwei Euro erhöht. Außerdem will es ihn überwachen und gängeln wo es nur geht. Trotzdem schwenkt er stolz dessen Fahne und gibt die Schuld an seiner Misere lieber Ausländern, die in derselben Tinte hocken.


#99

so ist es. Das Verhalten der Abgehängten die der AfD hinterherlaufen ist ziemlich unlogisch und gegen ihre eigenen Interessen gerichtet.


#100

Es gab aber auch andere, bessere Bewegungen dieser Art, die meist eher links waren, wie Nuit Debout und Occupy. Wirklich was erreicht haben sie aber nicht.

Anders die AfD, welche gerade bei einem Akzeptanzbeschaffungsritual für Fremdbestimmung nach dem anderen absahnt.
Was mich echt verwundert, bei dem Müll, den sie oft von sich gibt, wie letztens das: http://www.rapupdate.de/afd-fordert-abschiebung-von-rapper-farid-babng/
Wobei ich die Alt-Right vergessen habe, einen autistischen Cousin der AfD…


#101

Ich bin langsam zu der Überzeugung gelangt, dass die politische Theorie die hinter einer bestimmten Gruppierung steckt ziemlich entscheidend für ihr Vorgehen ist.

Ich denke das Problem von Occupy war, dass es bloß gegen das Finanzkapital war. Aber obwohl das Finanzkapital den Kapitalismus dominiert, ist es ein theoretischer Fehler wenn man meint man könne eine kapitalistische Realwirtschaft ohne Finanzkapital haben. Das war ja Hitlers Programm, der zwischen “raffendem” und “schaffenden” Kapital unterschied.

Das ist aber theoretisch nicht haltbar. Sowohl der Finanzkapitalist als auch der Fabrikbesitzer investieren nur, um Kapital zu generieren. Sieht man sehr schön im Agrarsektor, wo lauter Zeug produziert wird was im Prinzip ungesund ist, aber den Profit maximiert.

Weiterhin ist Finanzkapital und Realwirtschaft eng verwoben. Der Fabrikbesitzer nimmt Kredite auf, um den nächsten Produktionszyklus zu bezahlen, er spekuliert also bereits mit dem zukünftigen Gewinn.

Viele dieser humanistischen Bewegungen haben also das Problem, dass sie einen Kapitalismus ohne Kapitalismus wollen.

Bei Faschisten und Nationalisten ist es so, dass ihr Programm viele Widersprüche enthält, die sie nicht weiter scheren. Sie wollen einfach nur an die Macht und hauen raus was ihnen grad gelegen ist. Deswegen ist es schwerer sozialistische Politik zu machen als Rechtsextreme, denn um Sozialist zu werden brauch man Köpfchen :slight_smile:


#102

Meiner Einschätzung nach war es gegen Kapitalismus allgemein gerichtet. Ist doch offensichtlich, dass man da nicht selektieren kann zwischen “gutem” und “bösem” Kapitalismus.

Also sowas, außer der ganz links im Bilde?