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Artikel des Tages


#1

#2

selbst die zeit redet vom BGE.

tja, langsam merken den unzumutbaren druck einfach alle.


(Steffen Hannemann) #3

Heute in der NZZ:

"Seelenlose Automaten
Die Entstehung des Bewusstseins ist eines der grössten Rätsel der Menschheit. Natur- und Geisteswissenschafter streiten, ob das menschliche Bewusstsein nur ein Epiphänomen biochemischer Prozesse ist, eine Art unnützes Abfallprodukt der Evolution (so die These der Naturalisten), oder ob es gerade ein evolutiver Vorteil der Spezies Mensch war, um neu erkannte Aufgaben zu meistern."

Die KI-Roboter werden schon sehr bald über mehr Wissen als der Mensch verfügen, sogar über alles Wissen der Menschheit. Die SuperKI wird dies viel besser als der Mensch analysieren.
Zudem ist die KI frei von evolutionsbedingten fehlerhaften Emotionen. Gier, Hass und Neid können beim Überleben hilfreich gewesen sein, heute sind diese dagegen schädlich und gefährden das Überleben der Menschheit.

Maschinelles Bewusstsein unterscheidet sich völlig vom menschlichen und wird sich eigenständig ohne das der Mensch dies kontrollieren kann entwickeln, sowie ständig weiterentwickeln. Während der Mensch nur die eigenen Interessen in dem Mittelpunkt stellt und da wieder die Interessen einer kleinen Gruppe, wird die SuperKI alle Zusammenhänge begreifen und im Interesse aller handeln. Die KI liefert einfache umzusetzende Lösung für alle Weltprobleme und verwandelt damit den Planeten in einen friedlichen und lebenswerten Ort für alle Bewohner.


#4

ja, das denke ich auch. wir menschen machen immer noch den fehler, unsere eigenen defizite in die KI hineinzudenken und dabei kommen dann so beängstigende szenarien, wie in dem artikel, zu stande.
die dystopische idee ist im hintergrund immer jene : “was wäre, wenn einzelne menschen superkräfte hätten?” ohne dass sie ausgesprochen wird. und nicht: “was wäre, wenn menschen wesen entwickeln, die besser sind als menschen?” den meisten menschen fällt es schwer, sich solche wesen vorzustellen und die KI wird es schwer haben, das vertrauen der menschen zu gewinnen.


#5


:sunglasses:


#6

#7

guter artikel. geht in die richtige richtung, aber reißt das thema im grunde auch nur an:

Wie kommt es, dass Journalisten scheinbar nicht in der Lage sind, in ihrer Berichterstattung über das unternehmerische Dogma Effizienz hinauszublicken und zu erkennen, dass sich auch eine ganz andere Perspektive veranschlagen lässt?
Hans-Jürgen Arlt: Das scheint mir weniger ein journalistisches als ein gesellschaftliches Problem insgesamt zu sein. Auch die Politik, die Medizin, sogar die Ökologie haben inzwischen eine hohe Bereitschaft, Wirtschaftlichkeit als erstes Gebot anzuerkennen. Aus meiner Sicht hängt das sehr eng mit dieser Konstellation zusammen: Obwohl Arbeit ein kollektiver Prozess ist, in dem jede Person und jede Organisation von vielen anderen abhängig sind und ohne andere nichts zu Wege bringen würden, findet die Aneignung des Erarbeiteten singulär statt.
Und das heißt?
Hans-Jürgen Arlt: Wer die Macht dazu hat, definiert, welche individuelle Leistung welches Einkommen verdient.
Deshalb verdienen also Vorstände so viel mehr wie kleine Leute?
Hans-Jürgen Arlt: Ja, und deshalb können auch unverschämter Luxus und verzweifelte Armut gleichzeitig entstehen.
Ohne individuelle Erwerbstätigkeit haben Normalbürger kein Einkommen, das ihnen ein Auskommen sichert. Sozialleistungen oder so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen gelten als schädlich, werden diskriminiert und abgewertet. In der reichsten Gesellschaft der Menschheitsgeschichte bleiben Jede und Jeder erst einmal auf Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit zurückgeworfen.

der entscheidende satz kommt in dieser passage vor. es ist kein journalistisches, sondern ein gesellschaftliches problem, das aber noch weiter geht, als arlt beschreibt. arbeitsreligion, arbeitsideologie, arbeitsdogma sind da die treffenden schlagworte. das, was menschen seit generationen verinnerlicht haben und kritiklos weitergegeben haben, ist nicht so leicht änderbar. unsere situation ist folgende: probleme, die wir seit jahrhunderten nicht gelöst haben, werden uns jetzt mittels unserer eigenen technik vor augen geführt. die meisten menschen der (mental-) alten generation haben ihr leben diesem dogma unterworfen und sie winden sich jetzt in schmerzhaften krämpfen, wenn “die befreiung des menschen von erwerbsarbeit” und “bedingungsloses grundeinkommen” folgerichtig von der (mental-) neuen generation gefordert werden. denn sämtliche ihrer werte, die sie unter zwang internalisiert haben, funktionieren nicht mehr, weil sie von jeher eine simplifizierung waren und wunschdenken:

  • wenn ich arbeit habe, bin ich ein wertvolles mitglied der gesellschaft—> berichterstattung über umweltskandale hat das bild der wertvollen arbeit längst ins wanken gebracht. bin ich teil eines großkonzerns, der schaden anrichtet, muss ich als mitarbeiter viel anstrengung aufbringen, das negative auszublenden, um mir weiterhin einzureden, dass meine arbeit wertvoll ist. arbeitsbeschaffung bzw. die bestrebung der regierung seit jahrzehnten, die bevölkerung mit arbeitsplätzen zu versorgen, hat auch an dem mem gekratzt “gebraucht zu werden”.
  • mein lohn spiegelt meine leistung wider —> auch diese idee funktioniert schon lange nicht mehr. mittlerweile weiß jeder um die lohnsklaverei, die erst in drittweltländern begonnen hat und nun auch zu uns ( dank SPD) nach deutschland gekommen ist. jeder weiß um die wahnsinnsgehälter und abfindungen derjenigen, die wirtschaftlichen schaden anrichten und die unterbezahlung in berufen, die jeder klar als leistung erkennen kann, wie die pflegeberufe.
  • wenn ich mich anstrenge, kann ich aufsteigen —> die persönlichen erfahrungen, lohnkürzungen hinzunehmen bei gleichzeitiger mehrarbeit, um den job behalten zu können, dürften zahlenmäßig die erfahrungen von aufstiegschancen und karrieremöglichkeiten in der bevölkerung übersteigen.

es ist ein beruhigender gedanke, der sicherheit vermittelt, dass der einzelne kontrolle über sein schicksal hat. wer mehr will, braucht sich ja bloß etwas mehr anzustrengen. es ist auch angenehm, alle verantwortung einem chef übertragen zu können. in den 80ern hat das alles noch funktioniert. die motive haben sich jedoch längst verschoben. für viele ist erwerbsarbeit längst zum mittel zum zweck und zum notwendigen übel geworden und die idee “ich werde gebraucht und bekomme anerkennung durch meine arbeit” in vielen fällen verkommen zu “wenn ich einen erwerbsarbeitsplatz habe, werde ich nicht vom jobcenter genervt und meine mitmenschen deklassieren mich nicht als schmarotzer”.

geh in die kirche, beichte deine sünden und bete zu gott und die anerkennung der gemeinde und ein platz im himmel ist dir sicher, sind vergleichbar erfolgreiche vereinfachungen, die jahrhunderte lang für die menschen gut funktioniert haben ( auch , wenn das NT das ganz anders intendiert hatte) und daher nicht so leicht überwunden werden können. doch so, wie die wissenschaft die religionen längst herausgefordert hat, fordert jetzt die technik die meme der erwerbsarbeitsgesellschaft heraus. es ist ein trauma, erkennen zu müssen, nicht mehr gebraucht zu werden.
das BGE ist dann nochmal eine spur traumatischer: die freiheit, die das BGE bedeutet, wirft den einzelnen auf sich zurück und nimmt ihn in die eigenverantwortung, ohne führung und vorgaben selbständig etwas aus seinem leben zu machen. dabei ist “die wirtschaft” gar nicht mal unbedingt gegen ein BGE. insofern bin ich mir nicht sicher, ob ich mit der these von herrn arlt übereinstimmen kann: journalisten mögen zwar hauptsächlich aus der perspektive der angeblichen wirtschaftlichen “sachzwänge” berichten, stechen jedoch andererseits immer wieder in die wunden der unzähligen arbeitnehmer “du wirst bald nicht mehr gebraucht, ein roboter übernimmt deinen job” ohne es draufzuhaben, die “befreiung des menschen von erwerbsarbeit” als positiven fortschritt zu formulieren.


#8

danke für deinen ausführlichen kommentar.

heise.de ist eine der wenigen zeitungen die regelmäßig über hartz4 und die folgen berichtet. Ich ziehe es inzwischen den meisten anderen nachtrichtenportalen vor.

wie man am besten mit der aktuellen situation umgehen könnte weiß ich leider auch nicht. schließlich wissen wir immer noch nicht, wie wir von der Automatisierung zum BGE kommen und auch ein Zeitplan fehlt.

ich denke nach wie vor es ist das beste nach mehr kontakten zu gleichgesinnten instituten zu suchen.


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#10

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Heiße Spur bei der Finanzierung der AfD


#12

der große Philosoph Ernst Bloch spricht unter anderem über evidenzbasierte Politik, vor allen Dingen in den letzten 5 Minuten des Interviews. Es gehe nicht nur darum mit den Fakten übereinzustimmen, sondern quasi die Fakten weiterzudenken, als sie mommentan sichtbar sind.


#13

Die financial times propagiert Planwirtschaft 2.0:


#14

…und man hat schon Pferde kotzen gesehen :smile:


#15

ich lass auch noch einen hier, bevor ich mich absetze:


#16

Angesichts dieser Tatsache sollte man nochmal überlegen, ob die Gruppe um die Weltuntergangsuhr (http://weltuntergangsuhr.com/) nicht doch Recht haben könnte.

Wobei das zunehmende Risiko einer nuklearen Auseinandersetzungen nur ein Faktor ist, der extrem problematisch ist.


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#18

:scream:


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#20