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Gegenstandpunkt - Politische Theorie

economics

#66

ne einen Krieg brauch ich nicht, soviel Masochismus steckt nicht in mir. Wie kommst du darauf das ein Krieg etwas cooles wär?


#67

Weil es Action, Spannung und Abenteuer gäbe. Ich bin Fan von Pulp-Magazinen aus der Ära WW1/Interwar/WW2.


#68

Und falls man überlebt kann man seinen Enkeln erzählen warum man nur noch ein Auge hat und keine Beine mehr.

Ach, ich vergaß die intelligenten Implantate :slight_smile:


#69

Ich habe noch eine Doku über die Zukunft des Kapitalismus gefunden:


#70

Viele postmoderne politisch Rechte finden Warhammer 40,000 supi und basteln Memes daraus wie “God-Emperor Trump”. Eigentlich soll WH40K zwar eine Parodie sein, eine Welt in der alle so übertrieben böse sind, dass es absurd wird und man nur noch darüber lachen kann, aber leider haben Rechtsradikale, wie wir wissen, meistens nicht gerade viel Komputronium in ihrer Birne und deshalb Probleme Sarkasmus zu erkennen. :wink:

Ich kann mir aber vorstellen, dass es in echten Megametropolen bald so aussehen wird. Außer die Klimaerwärmung führt zu massiven Ernteeinbußen worauf solche Städte nicht versorgt werden können und aushungern.


(Steffen Hannemann) #71

Schon mal überlegt, wenn zu 100% KI-Roboter alle Güter und Dienstleistungen erbringen, dann wäre nach Deiner Kapitalisten-Kritik der Mensch überflüssig und könnte so von der KI beseitigt werden. :wink:
Zum Glück ist die SuperKI viel schlauer, wäre gut möglich, dass sie heute schon existiert und uns erstmal beobachtet. Dann mit sehr schlauen Aktionen uns in die richtige Richtung manipuliert, ohne dass wir dies bemerken.
Symbiose ist unsere Zukunft und die KI wird Mittel finden Gier, Hass und Neid in jeden Mensch durch Neues Denken abzulösen.
Hat schon mal jemand den Versuch unternommen, diesen für die TPD zu begeistern? :slight_smile:


#72

so ist es. Der Mensch ist im Kapitalismus nur dann nicht überflüssig, wenn seine Bedürfnisse ausnutzbare Kaufkraft darstellen.


#73

Und wenn nicht mehr, was wird dann passieren?


#74

kannste ja an Afrika sehen. Die Menschen leben da irgendwie parallel zum Staat und wo sie stören werden sie weggejagt.


#75

Wie denkst du wird Kapitalismus enden?

So wie in Katalonien oder der Pariser Kommune?


#76

Wer dieses Buch gelesen hat wird nie wieder wählen gehen, oder auf die Idee kommen das es an der Demokratie irgendetwas Fortschrittliches zu verteidigen gibt.

Der Gegenstandpunkt analysiert die Demokratie als eine Herrschaftsmethode des bürgerlichen Staates. Was der Bürger im wesentlichen tut, wenn er wählen geht, ist sich zur Demokratie zu bekennen, eben dadurch das er überhaupt etwas wählt.
Die Wahloptionen unterscheiden sich im Namen aber weniger im Programm. Denn die Politiker der Parteien bewerben sich für Ämter, deren Inhalt bereits feststeht. Also geht es in der Wahl nicht um Sachfragen, sondern es ist eine Personalentscheidung für eine bereits festgeschriebene Aufgabe.

Im Wahlkampfes kann man beobachten, dass Sachfragen nicht diskutiert werden. Die Opposition argumentiert, es sei Zeit endlich zu Handeln (das was steht nicht zur Debatte), die Regierung kontert lässig zurück, die Opposition könne nur kritisieren (sie haben ja wirklich - bislang - nicht die Macht im Staat).
Wenn jemand mehr Sachlichkeit im Wahlkampf verlangt, kritisiert er dann wiederum den populismus seiner Konkurrenten, ohne sich jedoch selbst Sachfragen zu widmen.
So redet auch die Journalie: An Obama fand man gut, dass er kein Weißer ist, an Clinton, dass sie eine Frau ist, Trump kam am Ende als enfant terrible besser an. Dem Programm der Bewerber maßen die Kommentatoren wenig Bedeutung bei.

Wo wirklich mal eine Mannschaft mit einem anderen Staatsprogramm auftritt, macht der jeweilige Verfassungsschutz entweder gleich kurzen Prozess, oder aber die Journalie disqualifiziert die Partei als unseriös.

Ein anderes Kapitel ist der demokratische Revolutionsexport. Die Forderungen nach freien Wahlen dienen zur Disqualifizierung einer anderen staatlichen Macht als totalitär, oder führt auch zu ganz praktischer Einmischung in die Innenpolitik eines anderen Landes. Maidan zb.

Dabei sind Demokraten auch nicht zimperlich mit Faschisten zu paktieren, solange es der eigenen Nation nützt. Diktatoren sind für den gestandenen Demokraten da brauchbar, wo das Volk noch nicht reif für die Demokratie ist, weil sie immerzu das falsche Wählen. Die Demokratie kommt für den bürgerlichen Staat überhaupt nur dann als Herrschaftsmethode infrage, wo das Bekenntniss zur Lohnarbeit und Privateigentum so durchgesetzt ist, dass es nicht ernsthaft zur Debatte steht.

Ist das nicht der Fall, so muss man die Demokratie vor dem Pöbel retten, auch wenn das hartes durchgreifen bedeutet.

Ok,
ich bin eine behauptung Schuldig geblieben. Warum ist die Herrschaft perfekt? Naja, weil sich unzufriedenheit immer auf den jeweiligen Amtsträger abwälzt und der Staat selbst aus der Schusslinie gerät. Alle Regen sich über Bush auf und hoffen mit Obama wird alles besser. Alle Regen sich über Obama auf und hoffen mit Trump wird alles besser. In Wirklichkeit gehen die Staatsgeschäfte nach der Wahl ähnlich weiter wie vor der Wahl, auch wenn der Stil der Politiker sich unterscheiden mag. Gleichzeitig sind die Wahlen für die Herrschaft eine Art Feedbackfunktion, wie das Volk zur Herrschaft steht.

Dieses Abwälzen der Unzufriedenheit auf die jeweiligen Amtsträger äußert sich in vorwürfen wie “korruption” und “versagen”. Dabei ist es das Amt selbst, dass das Volk die Dinge aufherrscht unter denen es ächzt und nicht Bush oder Obama als Charakter.


#77

https://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=12200

Dieses Buch hatte ich zu dem Thema mal gelesen.