Covid 19 wissenschaftlich

Interessante Studie

Regarding all three indicators, we find consistent results with respect to a significant decline of infections in the first third of March – about one week before the closing of schools and child day care and two weeks before the full “lockdown” (including the contact ban) came into force.

Das selbe Phänomen zeigt die Kurve der ARE-Rate aus meinem 1. Post:
(die Autoren der Studie benutzen die Daten der Covid 19 Fälle des RKI)

The impact of first liberalizations of measures from April 20 (e.g., reopening of some “nonessential” retail shops) is plausibly reflected in the temporal development of new infections and reproduction numbers. However, there is no re-increase of new infections as the corresponding growth rate remains negative and the reproduction numbers remain, with few exceptions, below the critical value of one. Moreover, no effect of the implementation of compulsory face masks in retail shops and public transport (starting from April 27) can be detected, as there is no further significant structural break.

Zusammenfassung: Wenn überhaupt, dann könnte die erste Maßnahme, die Absage der Großveranstaltungen einen Einfluß gehabt haben, die Autoren vermuten aber eher, dass die Verhaltensänderung der Bevölkerung mit Abstand halten und Händewaschen einen Einfluß gehabt haben könnte. Schulschließungen und Lockdown führten nicht zu einer “significant structural break.”
in der Kurve, ebenso wie auch die Lockerungen Ende April keinen Einfluß zeigen. Zu der Wirksamkeit der Maskenpflicht in Deutschland können sie auch keinen Hinweis entdecken.
(https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0925753520303210)

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Thema: Repräsentative Studien und Immunität

Die Grippewelle ist vorbei und entsprechend sind die Infektionszahlen gering. Da PCR- Tests nie zu je 100% sensitiv und spezifisch sind, kommen falsch-negative und falsch-positive Testergebnisse vor. Je geringer die Durchseuchung der Bevölkerung, desto mehr falsch-positive Testergebnisse erhält man. Das bedeutet mittels PCR-Testung wird der Positiv-Anteil niemals Null erreichen.

Eine repräsentative Studie hätte man daher am besten im März durchführen sollen, als der Anteil SARS-CoV-2 positiver Testergebnisse noch sehr hoch war.

Von besonderem Interesse ist die Durchseuchung der Bevölkerung. Sowohl die Heinsbergstudie als auch die aktuelle Studie in Kupferzell verwenden daher Tests, die auch nachweisen können, ob jemand die Infektion schon einmal durch gemacht hat. Gleichzeitig erhält man damit auch Hinweise auf eine eventuelle Immunität der Bevölkerung.

"Seroepidemiologische Studie zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung an besonders betroffenen Orten in Deutschland –Studienprotokoll von CORONA-MONITORING lokal " (aktualisierte Version: 19.8.2020)

  1. Einleitung

Im Dezember 2019 wurden in Wuhan, China die ersten Fälle einer Lungenerkrankung, hervorgerufen durch ein neuartiges Coronavirus, beschrieben. Seitdem sind Infek-tionen mit SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndro-me Coronavirus 2) und Erkrankungen mit COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) weltweit verbreitet und haben mit bisher über 12 Millionen bestätigten Diagnosen und mehr als 560.000 Todesfällen eine Pandemie verursacht. In Deutschland wurden seit Beginn des Infektionsgesche-hens mehr als 195.000 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen und 9.064 Personen sind bisher an oder mit COVID-19 verstorben (Stand: 13.7.2020) [1].

Die Frage nach der wirklichen CFR kann nicht beantwortet werden, so lange Todesfälle in die Statistik eingehen, die lediglich “mit” SARS-CoV-2 verstorben sind, aber nicht an Covid 19.

Und das RKI macht auch auf die anderen Probleme der bisherigen Zählweise aufmerksam:

Die bislang verfügbaren Daten zur Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland basieren auf den nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) an die Gesund-heitsämter gemeldeten Fällen bestätigter SARS-CoV-2-Infektionen, die durch den direkten Virusnachweis in Rachenabstrichen mittels PCR (Polymerase-Ketten-Reak-tion) diagnostiziert werden. Aufgrund der verfügbaren wis-senschaftlichen Daten ist jedoch anzunehmen, dass ein noch unbekannter Anteil von Infektionen mit SARS-CoV-2 asymptomatisch oder symptomarm verläuft und dass viele subklinisch oder milde verlaufende Infektionen nicht dia-gnostiziert werden. Zudem werden PCR-basierte Tests nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor-rangig bei symptomatischen Patientinnen und Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einer vorherigen Anste-ckung mit SARS-CoV-2 durchgeführt. Somit lassen die bis-herigen Fallzahlen keine verlässliche Abschätzung der tatsächlichen Prävalenz durchgemachter Infektionen mit SARS-CoV-2 in der Bevölkerung zu.

Anders ausgedrückt: Die bisher gezählten “Fälle” können keine repräsentative Stichprobe für Deutschland sein, da die Testungen nach den Empfehlungen von WHO und ECDC vorrangig an Menschen vorgenommen wurden, die durch entsprechende Symptomatik und/oder Kontakt zu positiv Getesteten eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis hatten.

Seroepidemiologische Informationen aus besonders betroffenen Gebieten ermöglichen aufgrund der hohen Fallzahlen Infizierter eine besonders genaue Abschätzung des Ausmaßes durchgemachter Infektionen, und somit kann der Dunkelzifferanteil von SARS-CoV-2-Infektionen ermittelt werden. Zudem können durch die Erforschung von Risiko- und Schutzfaktoren für eine Infektion beson-ders gefährdete Gruppen identifiziert werden, was für die Planung von Präventionsmaßnahmen essenziell ist. Ebenso können Rückschlüsse auf Krankheitslast und asymptomatische Infektionen sowie auf die Dynamik des Infektions geschehens gezogen werden, die teilweise auf von der Epidemie bislang noch schwächer betroffene Gebiete übertragbar sind.

Hier hat man die Ambition, eine repräsentative Studie zu erhalten, die Rückschlüsse auf asymptomatische Infektionen und Krankheitslast für die gesamte Bevölkerung zulässt.

Die Ziele der Studie sind pro Studienort:1. Die Bestimmung der Seroprävalenz (Anteil der Bevöl-kerung, der schon Kontakt mit dem Virus hatte) pro Studienort nach Altersgruppe und Geschlecht,2. die Berechnung des Dunkelzifferanteils, das heißt des Anteils unerkannter Infektionen, 3. die Identifikation des Anteils asymptomatischer Infek-tionen.

Die Studie will folgende Fragen beantworten:

Mit der Studie CORONA-MONITORING lokal wird in besonders betroffenen Orten untersucht:

  • Wie häufig sind Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2?
  • Wie hoch ist der Anteil von Infektionen, die ohne Krankheitssymptome verlaufen?
  • Bei wie vielen Menschen lassen sich Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen bzw. wie viele Menschen haben bereits eine Infektion durchgemacht?
  • Welche Menschen sind häufiger von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen?
  • Wie oft verläuft die Atemwegserkrankung COVID-19 so schwer, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen?
  • Wie sind bisherige Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu bewerten?

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/cml-studie/cml-studie_node.html

Als Studienorte werden vier besonders stark von der COVID-19-Epidemie betroffene Gemeinden (kumulative SARS-CoV-2-Meldeinzidenz von über 500 Fällen pro 100.000 Personen der Bevölkerung ein Monat vor Feld-start) ausgewählt, in denen jeweils circa 2.000 Personen in die Studie eingeschlossen werden. […]Bisher ausgewählte Gemeinden sind Kupferzell (Baden-Württem-berg), Bad Feilnbach (Bayern) und die Stadt Straubing (Bayern).

(Journal of Health Monitoring, S.8)

Grundsätzlich muss hier festgehalten werden, dass die Studienteilnehmer alle erwachsen sind. Die Altersgruppe 0-17 wird also nicht erfasst.

Bisher ist ein Factsheet für die Studie in Kupferzell erschienen, der die ersten 3 Fragen vorläufig beantwortet:

Corona-Monitoring lokal

Erste Eckdaten für Kupferzell

Ergebnisse

  • 7,7 Prozent der Kupferzellerinnen und Kupferzeller hatten positive Antikörper-Nachweise gegen SARS-CoV-2 und haben demnach die Infektion durchgemacht.
  • Im Verlauf der Studie wurden in Kupferzell keine akuten Infektionen festgestellt.
  • Bei Frauen (8,7 Prozent) wurden etwas häufiger als bei Männern (6,7 Prozent) Antikörper nachgewiesen.
  • Asymptomatische Fälle: 16,8 Prozent der Seropositiven (Personen mit positivem Antikörper-Nachweis) waren ohne typische Krankheitssymptome, 83,2 Prozent hatten mindestens eins der Symptome (Fieber über 38°C, Atemnot / Kurzatmigkeit,Lungenentzündung, Schnupfen, Husten, Schmerzen beim Atmen, Halsschmerzen, Geruchs-/ Geschmacksstörung).
  • Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 3,9-mal mehr Infektionen nachgewiesen als bislang in Kupferzell bekannt.
  • Antikörper: Bei 28,2 Prozent der Erwachsenen mit positiven SARS-CoV-2-Test (Eigenangaben im Fragebogen) konnten keine Antikörper nachgewiesen werden; dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass keine Immunität besteht.

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/cml-studie/Factsheet_Kupferzell.html

Während “CORONA-MONITORING lokal” ausschließlich Antikörper nachweist, untersuchte eine Studie der Universität Tübingen die Immunantwort der T-Zellen.

Lay Summary

created by Research Square

SARS-CoV-2, the virus causing COVID-19, has dramatically altered life around the globe. For antiviral therapeutics like vaccines to work, scientists need to know which areas of the virus - or epitopes - can activate immune cells called T cells. The authors of this study used computer algorithms to predict which epitopes of SARS-CoV-2 could activate T cells. To confirm those predictions, they measured how T cells responded using blood samples from two groups of people: 180 individuals previously infected with SARS-CoV-2 and 185 individuals not exposed to the virus. The team discovered that some epitopes were specific to SARS-CoV-2, while others were cross-reactive—they were similar enough to epitopes on common-cold-causing viruses to prompt a T-cell response. In fact, 81% of unexposed individuals had some T-cell response to these epitopes. While this suggests at least some built-in immune protection from SARS-CoV-2, T-cell responses in previously infected people were much more robust than those in unexposed individuals. Individuals with a broader T-cell response to viral epitopes reported less-severe COVID-19 symptoms, suggesting that people with some T-cell recognition of SARS-CoV-2 prior to infection may exhibit less severe illness. Additional studies comparing the same subjects before and after infection are needed to understand how T-cell cross-reactivity relates to immunity and symptom severity. Nevertheless, this study suggests that promoting T-cell responses to SARS-CoV-2 may be important for designing effective therapeutic and preventive measures.

Der Verdacht steht schon länger im Raum, nun hat ihn eine Studie an der Universität Tübingen bestätigt: Eine einfache Erkältung, die durch verschiedene Coronaviren ausgelöst wird, kann eine gewisse Immunität gegen SARS-CoV-2 bewirken. Die Forscher wiesen diese Art der Kreuzimmunität sogar bei 81 Prozent ihrer Probanden nach.

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Ergänzung zum Thema CFR:
Die Case Fatality Rate stellt das Verhältnis von verstorbenen Erkrankten zu Überlebenden dar. Also solchen, die an der Krankheit verstorben sind in Relation zu jenen, die die Krankheit überlebt haben.
Jetzt werden aber vom RKI alle als “Fall” in die Statistik aufgenommen, die ein positives Testergebnis hatten, egal, ob sie erkrankten, oder nicht. Genaugenommen hätte man dann nicht die CFR ermittelt, sondern die IFR, die “Infection Fatality Rate”. Diese ist üblicherweise niedriger als die CFR.
Um die CRF zu ermitteln, muss man also herausbekommen, wie viele Menschen in Deutschland über den gesamten Zeitraum an Covid 19 erkrankt sind und um die IFR zu ermitteln, muss man wissen, wie viele Menschen in Deutschland infiziert waren .
Die Krankenakten und Totenscheine der 9328 Verstorbenen, die seit dem gesamten Zeitraum gezählt wurden, müssten einer Revision unterzogen werden, um zu ermitteln, wie viele tatsächlich an Covid 19 gestorben sind (und nicht “mit”).
Ohne repräsentative Studie und präzise Zählweise der Verstorbenen bekommt man das nicht raus.
Man kann aber einen Eindruck gewinnen, wenn man beispielsweise die neuste Studie des RKI aus Kupferzell als repräsentativ annimmt. Demnach hätte Deutschland rund 6,4 Millionen Infizierte gehabt (was nicht unüblich ist in Grippewellen. Für 2018 schätzte das RKI 9 Millionen Infizierte), statt 250.000. Damit wäre man schon bei einer IFR von 0,14%.

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person unabhängig von individuellen Merkmalen stirbt, die IFR, wird von der WHO mit 0,3–1 % angegeben, eine von der WHO zitierte Arbeit vom Februar 2020 benennt als vorläufige Schätzung 0,4–2,6 %, wobei der wahrscheinlichste Wert mit 0,94 % angegeben wurde.[21]

Es wurde ein Altersmedian von 82 Jahren für die Todesfälle gemeldet. 85 % der Todesfälle, aber nur 17 % aller Fälle sind 70 Jahre oder älter.

Gut möglich, aber wann könnten endlich die globalen Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Seit 30 Jahren verbringe ich das Winterhalbjahr in den Tropen = ewigen Sommer. Jetzt hat es nicht mal mehr Flüge nach Thailand.
Thailand war eins der ersten Länder von Covid19 betroffen und hat das Virus total im Griff, die haben dazu viel härtere Corona-Beschränkungen: Nächtliche Ausgangssperre, kein Überschreiten der Provinzen, Bahn, Bus eingestellt + Mundschutz-Pflicht überall im Freien!

Eine Hoffnung auch für Deutschland, wenn alle Mundschutz tragen:
Immer Mundschutz/Halbmaske tragen, diese filtern neben Viren, sogar Feinstaub und Pollen. Erstmals seit Kind-an kein allergisches Asthma dank Mundschutz = den trage ich ab jetzt immer, auch wenn Corona vorbei ist!

Spezielle Feinstaubmasken filtern Feinstaub. Doch die sind teuer und können nur einmal verwendet werden. Dass dich dein Mundschutz gegen Pollen schützt, ist ein persönlicher Nutzen für dich und alle Pollenallergiker, zum Infektionsschutz vor Viren gibt es jedoch keine signifikante Evidenz.

“the use of a mask alone is not sufficient to provide an adequate level of protection against COVID-19.”
" Non-medical, fabric masks are being used by many people in public areas, but there has been limited evidence on their effectiveness and WHO does not recommend their widespread use among the public for control of COVID-19."
https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/question-and-answers-hub/q-a-detail/q-a-on-covid-19-and-masks

Es gibt unterschiedliche Masken, doch allen ist gemein, dass sie Viren durchlassen. Viren sind so klein, dass man für sie ein Elektronenmikroskop braucht. Auch gibt es viele Studien zum Thema, die sich in ihren Ergebnissen widersprechen:

An einer Studie der Universität Hongkong nahmen 246 Probanden teil, die an unterschiedlichen Atemwegsinfektionen litten; ihre Abstriche wiesen Influenzaviren, Rhinoviren und saisonale Coronaviren nach. Nach 30 Minuten Atmung mit einer chirurgischen Gesichtsmaske waren –an-ders als bei der Atmung ohne Maske –die Coronaviren weder in Tröpfchen noch in Aerosolen nachweisbar.(Die Influenzaviren dagegen waren noch in den Aerosolen, die Rhinoviren in Tröpfchen und Aerosolen nachweisbar.) Da die Größe der saisonalen Corona-Viren mit der des SARS-CoV-2-Virus vergleichbar ist,gehen die Forscher davon aus, dass die chirurgische Ge-sichtsmaske die Verbreitungvon Coronaviren vermindern kann, wenn sie von Personen getragen wird, die mit dem Virus infiziert sind.

Eine Studie des Asan Medical Center in Seoul hat aufgrund eines Mangels an Atemmasken mit Filtern mit dem Klinikpersonal chirurgische Gesichtsmasken und Baumwollmasken getestet .In diesem Experiment wurden vier Probanden, die an COVID-19 erkrankt waren, gebeten, ohne Maske, mit chirurgischer Maske und mit Baumwollmaske zu husten. Das Experiment zeigte, dass weder die Baumwollmaske noch die chirurgische Maske das Corona-Virus aufhalten konnte. Die unterschiedlichen Ergebnisse der beiden Studien werden mit der unterschiedlichen Methodik erklärt: Während die Probanden in Hongkong lediglich atmeten, wurden die in Seoul gebeten, zu husten. Vermutet wird daher, dass die Masken beim normalen Atmen die Viren aufhalten, dass sie aber der Beschleunigung der Partikel beim Husten nicht standhalten.

Beide Zitate aus:

Der Spiegel-Artikel ist interessant, aber die Erkenntnis nicht grundlegend neu: In der Heinsbergstudie wurde auch erwähnt, dass eine geringe Virenkonzentration einen Krankheitsausbruch verhindern kann und dennoch eine Immunität erworben wird:

Durch Einhaltenvon stringenten Hygienemaßnahmen ist zu erwarten, dass die Viruskonzentration bei einem Infektionsereignis einer Personso weit reduziert werden kann, dass eszu einemgeringeren Schweregrad der Erkrankungkommt, beigleichzeitiger Ausbildung einer Immunität.

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update! Die rennomierte Fachzeitschrift up2date von Thieme, die als Fortbildung für Ärzte anerkannte Fortbildungspunkte ermöglicht, hat aus ihrer aktuellen Ausgabe folgenden Artikel im Volltext veröffentlicht:

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1174-6591

Fazit:

Der Gebrauch von Masken im öffentlichen Raum ist schon allein aufgrund des Fehlens von wissenschaftlichen Daten fragwürdig. Zieht man dazu noch die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen in Betracht, müssen Masken nach den aus Krankenhäusern bekannten Regeln im öffentlichen Raum sogar als ein Infektionsrisiko betrachtet werden.
Werden Masken von der Bevölkerung getragen, ist also potenziell das Infektionsrisiko erhöht, ganz gleich, ob es medizinische Masken sind oder ob es sich um wie auch immer gestaltete sog. Community-Masken handelt. Betrachtet man die Vorsichtsmaßnahmen, die das RKI wie ebenso die internationalen Gesundheitsbehörden ausgesprochen haben, müssten alle Behörden die Bevölkerung sogar dahingehend informieren, dass Masken im öffentlichen Raum möglichst gar nicht getragen werden sollen. Denn ganz gleich, ob Pflicht für alle Bürger oder freiwillig getragen von den Bürgern, die das aus welchen Gründen auch immer wollen, bleibt es ein Faktum, dass Masken in der Öffentlichkeit mehr Schaden als Nutzen bringen können.

Das folgende Video fasst den aktuellen Wissensstand zu Covid 19 knapp zusammen.

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Ich glaube es ist ein spezielles Virus. Über 12.000 Mutationen gibt es. Vorraussichtlich wird jetzt die Post abgehen, weil die Temperaturen sinken. War ne Killerfledermaus. 1 Mio Tote bis jetzt. 400000 mehr als bei Influenza. Und das Jahr hat noch 3 Monate.

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Genau und dann kommt das Jammern über zu wenig Schutz für die Bevölkerung, man will die Armen von den Reichen abschotten = darum hat die Regierung das Virus absichtlich verbreitet und so weiter = jetzt schon in Frankreich Realität, denn Verschwörungstheorien passen sich sehr schnell an.

“Denn diese Pandemie ist ja erst mal kein wissenschaftliches Phänomen, es ist eine Naturkatastrophe.”
Christian Drosten

Covid19 wissenschaftlich:

Halb-Masken schützen hat Thailand bewiesen mit Pflicht zum Mundschutz selbst in Freien:

Gegen Veschwörungstheorien wo her stammt Covid19:

Schnupfen, Grippe, Covid19 was ist der Unterschied:

Kannst du vielleicht näher erläutern, was daran so speziell sein soll? Und worauf stützt sich dein “Glaiube”? In diesem Thread sollten Aussagen mit wissenschaftlich belastbaren Fakten gestützt werden. Andernfalls haben wir hier auch wieder nur eine unfundierte Meinungsschlacht.

Kann schon sein, aber neben Coronaviren sind im Winter auch Influenzaviren wieder aktiv. Möglicherweise ist Influenza bald wieder ein größeres Problem als Covid 19. Wird spannend wie die Welt dann auf diese Situation reagieren wird. Eine sinnvolle Gesundheitspolitik sollte auf die Effektivität der Supplementierung mit Vitamin C, Vitamin D, und Zink hinweisen. Dann hätten wir auch bald weniger Tote zu beklagen.

Es ist speziell, weil es über 12000 Mutationen mittlerweile von dem Virus gibt und es unterscheidet sich von Influeza insofern, dass bei Influenza Bakterien Entzündungen hervorrufen, aber bei Covid 19 spezielle Enzyme direkt Entzündungen hervorrufen und das bis zum Herz.
Außerdem ist grad Weltuntergangsstimmung und von daher ist Covid auch nochmal speziell zu bewerten.

Ja, eigentlich sollte man alles mit Hirn und wissenschaftlich ergründen, aber was will man in dem heutigen Chaos tun? Schafft man den Spagat zwischen Menschlichkeit und reinem logischen Maschinendenken? Es werden Positionen von links bis rechts bezogen.

Killervirus:


(CDC)

Zum Vergleich: Es starben 939.500 Menschen 2019 in Deutschland im Verhältnis zur Einwohnerzahl von 83.166.711. Rechnet man das mit der selben Methode wie die IFR um, dann erhält man 0,01129. Das Risiko an irgendeiner Todesursache zu sterben, ist für jeden Lebenden bis 69 Jahre um ein vielfaches höher, als wenn er mit SARS-CoV-2 infiziert ist, an Covid 19 zu sterben.


https://www.cdc.gov/nchs/nvss/vsrr/covid_weekly/index.htm?fbclid=IwAR1qC9bXRTmggpniTBAvlzvAZ-wpZdAsCoFlRwiujGQy01DJlvTM6aOr4HQ

Die USA hat also rund 11.000 echte Covid 19 Todesopfer seit Beginn der Pandemie. Alle anderen hatten 2,6 Vorerkrankungen, die mit zum Tod beigetragen haben.

Eine aktuelle Studie hat den Verlauf der Covid 19 Ausbrüche in vielen Ländern analysiert und kommt zum Schluss, dass die politischen Maßnahmen für das Infektionsgeschehen praktisch irrelevant waren.

Direkter Link zur zitierten Studie:

Hier das Resümee der Studie mit Hervorhebungen von mir:

Our finding in Fact 1 that early declines in the transmission rate of COVID-19 were nearly universal worldwide suggest that the role of region-specific NPI’s implemented in this early phase of the pandemic is likely overstated. This finding instead suggests that some other factor(s) common across regions drove the early and rapid transmission rate declines. While all three factors mentioned in the introduction, voluntary social distancing, the network structure of human interactions, and the nature of the disease itself, are natural contenders, disentangling their relative roles is difficult.

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Hier ein extremer “red pill”- Artikel zum Thema PCR-Test mit Interviews und Zitaten mehrerer Wissenschaftler.

Auszüge:

“PCR detects a very small segment of the nucleic acid which is part of a virus itself. The specific fragment detected is determined by the somewhat arbitrary choice of DNA primers used which become the ends of the amplified fragment. “

If things were done right, “infection” would be a far cry from a positive PCR test.

“You have to have a whopping amount of any organism to cause symptoms. Huge amounts of it,” Dr. David Rasnick, bio-chemist, protease developer, and former founder of an EM lab called Viral Forensics told me. “You don’t start with testing; you start with listening to the lungs. I’m skeptical that a PRC test is ever true. It’s a great scientific research tool. It’s a horrible tool for clinical medicine. 30% of your infected cells have been killed before you show symptoms. By the time you show symptoms…the dead cells are generating the symptoms.”

“PCR is really a manufacturing technique,” Crowe explained. “You start with one molecule. You start with a small amount of DNA and on each cycle the amount doubles, which doesn’t sound like that much, but if you, if you double 30 times, you get approximately a billion times more material than you started with. So as a manufacturing technique, it’s great. What they do is they attach a fluorescent molecule to the RNA as they produce it. You shine a light at one wavelength, and you get a response, you get light sent back at a different wavelength. So, they measure the amount of light that comes back and that’s their surrogate for how much DNA there is. I’m using the word DNA. There’s a step in RT- PCR test which is where you convert the RNA to DNA. So, the PCR test is actually not using the viral RNA. It’s using DNA, but it’s like the complimentary RNA. So logically it’s the same thing, but it can be confusing. Like why am I suddenly talking about DNA? Basically, there’s a certain number of cycles.”

This is where it gets wild.

“In one paper,” Crowe says, “I found 37 cycles. If you didn’t get enough fluorescence by 37 cycles, you are considered negative. In another, paper, the cutoff was 36. Thirty-seven to 40 were considered “indeterminate.” And if you got in that range, then you did more testing. I’ve only seen two papers that described what the limit was. So, it’s quite possible that different hospitals, different States, Canada versus the US, Italy versus France are all using different cutoff sensitivity standards of the Covid test. So, if you cut off at 20, everybody would be negative. If you cut off a 50, you might have everybody positive.”

David, in his quiet Canadian way, dropped a bombshell in his next statement:

“I think if a country said, “You know, we need to end this epidemic,” They could quietly send around a memo saying: “We shouldn’t be having the cutoff at 37. If we put it at 32, the number of positive tests drops dramatically. If it’s still not enough, well, you know, 30 or 28 or something like that. So, you can control the sensitivity.”

Yes, you read that right. Labs can manipulate how many “cases’ of Covid-19 their country has. Is this how the Chinese made their case load vanish all of a sudden?

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Quellen? Relevanz? Vergleich mit Mutationsraten von anderen Viren? Gefühlsmäßig sind 12000 Mutationen relativ viele. Sollte dies nicht die Effektivität von Impfungen massiv reduzieren, bis hin zur absehbaren totalen Wirkungslosigkeit?

Quellen?

Ich finde nicht, dass gerade Weltuntergangsstimmung ist. Viele Bereiche haben sich schon einigermaßen normalisiert. Die Wirtschaft ist nicht extrem zusammengebrochen wie von vielen befürchtet. Die Todesfälle durch Covid-19 liegen im Bereich einer schwereren Grippewelle. Die Maßnahmen gegen Covid-19 wurden momentan auch wieder einigermaßen heruntergefahren. Wo siehst du denn Anzeichen für eine Weltuntergangsstimmung?

Ruhig bleiben und die Situation rational abwägen. Das, was man eigentlich immer machen sollte. Es lohnt sich nicht wegen einem Virusalarm in Panik zu verfallen.

Inzwischen sind wir aber so weit, dass wir uns überlegen sollten, wie die Welt nach der Covid 19 Krise weiterlaufen sollte. Ein Zurück zur ganz alten Normalität wollen auch nicht gerade viele. Die Welt sollte ihre Lehren aus der aktuellen Misere ziehen. Aber welche sollen das genau sein?

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Zusammenfassung der Woche 41/2020

Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung (ARE, mit Fieber oder ohne Fieber) ist in der 41. Kalenderwoche (KW) (05.10. – 11.10.2020) im Vergleich zur Vorwoche relativ stabil geblieben (4,4 %; Vorwoche: 4,3 %). Die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI, definiert als ARE mit Fieber) ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken (0,5 %; Vorwoche: 0,6 %). Die Gesamt-ARE- und Gesamt-ILI-Rate liegt in der aktuellen Berichtswoche weiterhin unter den Vorjahreswerten zum gleichen Zeitpunkt.

https://grippeweb.rki.de/Default.aspx

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Covid 19 ist eine ARE. Die folgende Studie betrifft alle Erreger, die ARE auslösen können!

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 42. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemein-schaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt etwa gleich viele Arztbesuche wegen ARE registriert, die Werte befinden sich insgesamt noch im Bereich der Vorsaisons. Die Werte der ARE-Konsul-tationsinzidenz sind gegenüber der Vorwoche in fast allen Altersgruppen relativ stabil geblieben, bei den 5-bis 14-Jährigen ist der Wert sogar deutlich gesunken. Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaus-surveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI) lagen validierte Daten bis zur 41.KW 2020 vor. Die Gesamtzahl stationär behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) ist stabil geblieben. Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 42. KW 2020 in insgesamt zwölf (80%) der 15 eingesandten Sentinelproben ausschließlich Rhinoviren identifiziert. In keiner der untersuchten Sentinelproben wurden Influenzaviren oder SARS-CoV-2 identifiziert.

Parallel macht das RKI also weiterhin seine Arbeit mit repräsentativen Studien. Covid 19 ist eine ARE. SARS-Cov-2 wird mitgetestet.

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Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 43. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt mehr Arztbesuche wegen ARE registriert, die Werte befinden sich insgesamt noch im Bereich der Vorsaisons. Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI) lagen validierte Daten bis zur 42. KW 2020 vor. Die Gesamtzahl stationär behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) ist stabil geblieben, jedoch ist der Anteil an COVID-19-Erkrankungen bei SARI-Fällen deutlich angestiegen und liegt in der 42. KW 2020 bei 20 %.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 43. KW 2020 in insgesamt elf (39 %) der 28 eingesandten Sentinelproben ausschließlich Rhinoviren identifiziert. In keiner der untersuchten Sentinelproben wurden Influenzaviren oder SARS-CoV-2 identifiziert. Aufgrund der geringen Zahl eingesandter Proben ist keine robuste Einschätzung zu den derzeit eventuell noch zirkulierenden Viren möglich.
Für die 43. Meldewoche (MW) 2020 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 15 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt (Datenstand: 27.10.2020).

Im europäischen Influenzanetzwerk berichteten 29 Länder (darunter Deutschland) für die 42. KW 2020 eine Influenza-Aktivität unterhalb des nationalen Schwellenwertes, fünf Länder berichteten über eine niedrige Influenza-Aktivität. Für die 42. KW 2020 wurden in keiner von 151 Sentinelproben Influenzaviren detektiert. Weitere Informationen sind abrufbar unter:http://www.flunewseurope.org/.

The novel coronavirus disease 2019 (COVID-19) pandemic has affected healthcare presentations and testing capacities of countries and areas in the Region, which negatively impacted reporting of influenza epidemiologic and virologic data during the 2019-2020 season. It is not unusual for influenza activity to be low at this time of year but, if the COVID-19 pandemic continues influenza data we present will need to be interpreted with caution.

https://flunewseurope.org/

:wondering::bulb:

Wer diese Zahlen und Aussagen ohne Widerspruch in Einklang bringen kann, kann eine kleine Erleuchtung erleben. Die Akuten Atemwegserkrankungen (ARE) im allgemeinen (alle Erreger) sind in der zweiten Woche in Folge weiter gesunken, während die Fälle des speziellen ARE- Erregers SARS-CoV-2 weiter gestiegen sind.
Gleichzeitig müssen die Influenzadaten mit Vorsicht interpretiert werden, sofern die Covid 19 Pandemie weiter anhält. Wie kann das sein? Was hat das eine mit dem anderen zu tun, außer dass beide Erreger eine akute Atemwegserkrankung verursachen? Die Aussagen stammen vom RKI und vom europäischen Influenzanetzwerk. Also verlässlichen Quellen.

  1. Allgemeine ARE-Aktivität nicht höher als in Vorsaisons
  2. Allgemeine ARE-Aktivität aktuell zur Vorwoche gesunken
  3. Spezielle ARE-Aktivität SARS-CoV-2 gestiegen
  4. Spezielle ARE-Aktivität Influenza europaweit außergewöhnlich niedrig und unzuverlässige Datenlage durch Covid 19 Pandemie
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Die Gesamt-ARE-Rate liegt seit neun Wochen unter den Vorjahreswerten. Etwa 17 % der ab 15-Jährigen haben in der 44. KW 2020 wegen ihrer ARE einen Arzt oder eine Ärztin aufgesucht, dieser Wert liegt höher als im Vorjahr.