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Bitcoinboom - eine Blase?


#1

So.

Der Wertanstieg des Bitcoins in den letzten Monaten ist beachtlich.

http://c.finanzen.net/cst/FinanzenDe/chart.aspx?instruments=300011,675,,&style=snapshot_mountain_oneyear_3digit&period=OneYear&hash=747814e7e8403e0636379cf60d962f7d

Ich habe mich gefragt woher der Wertanstieg kommt. Soweit ich das sehe befindet sich der größte Teil der Bitcoins in der Hand von Spekulanten, die steigende Nachfrage wird also nicht von normalen Usern generiert.

Es sind bereits über 70% aller Bitcoins gemined. Vielleicht sind die Spekulanten der Meinung, dass sie druch die künstliche Verknappung quasi Steuern erheben können? Da befinden sie sich meiner Meinung nach im Irrtum - Bitcoin kann bis auf 8 Stellen nach dem Komma zerteilt werden, dem normalen User schert es nicht ob er mit 0.1 Bitcoin oder 0.0001 Bitcoin zahlt

Ich denke also, dass sich um Bitcoin eine Blase gebildet hat.


#2

Die Argumente für nichtblase drehen sich oft um ein verstärktes handelsvolumen im darknet, sowie um Kapitalflucht überhaupt.

Technische Möglichkeiten der Blockchain technologie sind meiner Meinung nicht ein so gewichtiges Argument, da es dazu ja nicht unbedingt Bitcoin sein muß.


#3

Also ich sag nur “Tulpenmanie”.


#4

hehe :slight_smile:


(Michael Hrenka) #5

Das ist eben der Punkt. Die Bitcoins, die bereits generiert sind, sind eben hauptsächlich die, auf welchem eine globale auf Kryptowährungen basierende Wirtschaft operieren würde. Als erste sichere Kryptowährung hat Bitcoin eine klare Fist Mover Advantage. Nehmen wir an, dass irgendwann jeder Mensch im Schnitt 100 Euro in Bitcoin haben wird, falls sich Bitcoin als globales Handelsmittel etablieren wird. In diesem Fall hätten wir einen Bitcoinmarkt von knapp 800 Milliarden Euro. Aufgeteilt auf etwa 20 Millionen Bitcoins ergibt das einen Wert von 40 000 Euro pro Bitcoin. Von daher wäre Bitcoin aus Sicht der Zukunft heute etwa um einen Faktor von ca. 20 unterbewertet. Natürlich herrscht große Unsicherheit über die Zukunft, weswegen Bitcoin momentan nicht wirklich stark unterbewertet ist.

Der Bitcoin Kurs ist primär vom Glauben an den zukünftigen Wert von Bitcoin als Wertsicherunsmittel abhängig, also dem Vertrauen darauf, dass man Bitcoins in der Zukunft verlässlich in Güter und Dienstleistungen umtauschen kann.

Das einzige was Bitcoin wirklich gefährlich werden kann, ist ein Verlusst des Glaubens an Bitcoin. Und der wahrscheinlichste Grund dafür wäre wohl eine alternative Kryptowährung, die besser als Wertsicherungsmittel geeignet ist. Ethereum kann man durchaus als realistische Konkurrzenz für Bitcoin sehen. Von daher könnte es sich lohnen in Ethereum zu investieren, oder allgemein ein diversifiziertes Portfolio an aussichtsreichen Kryptowährungen einzurichten. Natürlich ist dies mit entsprechendem Aufwand verbunden.


#6

weißt du zufällig um welche Güter es sich zur Zeit handelt, welche mit Bitcoin erworben werden? Wie wir hier sehen steigen die Überweisungen pro Monat rapide (man beachte die zehnerpotenzen auf der y-achse!)

Jetzt wäre es intressant herauszubekommen, wofür Bitcoins ausgegeben werden, oder ob die Bitcoins bloß zwischen Spekulanten hin und hergeschoben werden.


(Michael Hrenka) #7

Darüber bin ich gerade nicht informiert. Ich nehme aber an, dass auch viele Dienstleistungen über Bitcoin erworben werden. Mit Bitcoins kann man jeden Menschen in der ganzen Welt für Arbeit bezahlen. Das wird durchaus genutzt und in Anspruch genommen.


#8

#9

gestern fragte mich jemand beim Bewerbungsgespräch wieviel Energie eine Bitcointransaktion kostet lol.

Vielleicht hat der Bitcoinboom was mit dem hohen Recourcenverbrauch zu tun? Ich erwähnte ja schonmal das es 0,14% der Energie der Erde in Beschlag nimmt, und zwar mit der Aussicht auf exponentielles Wachstum.

Wer also die Blockchain kontrolliert, kann quasi den globalen Strom in Beschlag nehmen.

edit: wow, wenn diese Theorie stimmt wird der Energiepreis durch die Miner bald in unbezahlbare Höhen getrieben werden. Wieder eine meiner spinnerten Verschwörungstheorien? :stuck_out_tongue:

edit2: naja, zumindest ist der gallopierende Bitcoinpreis ganz im Sinne der Energiekonzerne. Vielleicht kann man das sagen.


#10

Hier nochmal die Grafik.

Also sollte der Bitcoinboom so weiter gehen, brauchen wird hunderte neue Atomkraftwerke


(Michael Hrenka) #11

Eher eine million neue Atomkraftwerke. Aber kein Problem. Wenn der Kurs weiterhin so rasant steigt, kostet ein Atomkraftwerk auch nur noch 1 Bitcoin! :wink:


(Manfred) #12

Hier mal der Link zur Beschreibung des Energiedesasters, welches das Maining der Bitcoins anrichtet. Aber vielleicht befördert es auch die Entwicklung schneller, energieeffizienter Rechner - optimistisch geschaut.


(Lusine Avedis) #13

Ich frage mich auch, ob Bitcoins nur zwischen Spekulanten schlurfen. Wir müssen abwarten und die Ergebnisse in naher Zukunft sehen.


#14

triggeralarm: hier handelt es sich um eine Verschwörungstheorie. Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit lebenden, toten oder Untoten Personen, Handlungen oder Vorfällen sind rein zufällig und vom Autor beabsichtigt:

Tulpenmanie

Broschüre von der Tulpenmanie in den Niederlanden, gedruckt 1637
Aquarell einer weiß-rot gestreiften Tulpe
Zeitgenössisches Aquarell (17. Jahrhundert) einer Tulpe der Sorte Semper Augustus, Norton Simon Museum in Pasadena
Bei der Tulpenmanie (auch Tulipomanie, Tulpenwahn, Tulpenblase, Tulpenfieber oder Tulpenhysterie; niederländisch tulpenwoede, tulpengekte oder bollengekte) handelt es sich um eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden.

Tulpen waren seit ihrer Einführung in die Niederlande in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Liebhaberobjekt. Sie wurden in den Gärten der sozial gehobenen Schichten des gebildeten Bürgertums, der Gelehrten und der Aristokratie kultiviert. Zu den auf Tauschhandel gegründeten Beziehungen dieser Liebhaber kam zum Ende des 16. Jahrhunderts der kommerzielle Handel mit Tulpen hinzu. In den 1630er Jahren stiegen die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein vergleichsweise extrem hohes Niveau, bevor der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach.[1]

Die Tulpenmanie wird als die erste relativ gut dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte angesehen.[2] Sie wird auch metaphorisch zur Charakterisierung anderer, anscheinend irrationaler und riskanter Finanzentwicklungen gebraucht.[3] Die Deutungen über den Anlass, den Verlauf und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Tulpenmanie gehen auseinander. Für die traditionelle Lesart der Ereignisse und Auswirkungen, die sich schon in der zeitgenössischen Kritik findet und von späteren Interpretationen aufgegriffen wurde, waren in den Handel mit Tulpen in den 1630er Jahren große Teile der niederländischen Bevölkerung bis in die untersten Gesellschaftsschichten involviert. Der rasche Preisverfall habe demgemäß den Ruin vieler Beteiligter bedeutet und der niederländischen Wirtschaft insgesamt einen schweren Schaden zugefügt. Andere Lesarten bemühen sich, den Preisanstieg und Preisverfall von Tulpen im Lichte der Markteffizienzhypothese nicht als irrationale und singuläre Manie darzustellen, kehren institutionelle Ursachen für die Blase hervor und relativieren die gesamtwirtschaftliche Relevanz.


#15

:smiley:

das war jetzt Zynismus, oder ?


#16

(Steven Bärwolf) #17

Mitte Dezember waren wir ja nicht mehr sehr weit davon entfernt …

[rechtzeitig ein bisschen was verkauft?]

Ich denke, aktuell besteht auch ein nicht unwesentlicher Anteil des Bitcoin-Wertes darin, dass es oft die Basis ist, um andere Kryptowährungen zu erwerben bzw. zu handeln und zu vergleichen. Ähnlich wie Gold, Dollar oder Euro …

Sicherlich werden die Preise für viele Kryptowährungen wieder fallen, einige Priese werden auch wieder steigen (teilweise bestimmt sehr stark), neue Kryptowährungen kommen dazu usw. … Insgesamt hat sich das Thema bestimmt noch nicht erledigt, eher im Gegenteil. Ich sehe schon noch viel Potenzial in verschiedenen Projekten, die mit Kryptowährungen zu tun haben (das Wichtigste sind ja auch oft gar nicht mal die Kryptowährungen selber)… Ich glaube, wir hören in Zukunft noch viel mehr von dem Thema …

Die meisten “Minigfarmen” sind wohl in Ländern, wo der Strompreis sehr niedrig ist und wo ggf. auch ungenutzte Energie verwendet werden kann (z. B. in der Nacht), von daher relativiert sich das etwas …

Na ja, mathematisch ist die Grafik nicht sehr realistisch. Auf der Y-Achse sollte der absolute Energieverbrauch angegeben sein und keine Prozente … Schließlich kann ein Anteil vom Ganzen niemals über 100% liegen …

PS: Wann gibt es den den Quantified-Prestige-Token? :slight_smile:


#18

den absoluten energieverbrauch anzugeben ist schwierig, da der energiebedarf für einen bitcoin keine konstante grösse ist, sondern abhängig von den getätigten transaktionen. die unkenntnis elementarer physikalischer zusammenhänge ist ja gerade die ursache für dieses energie-dilemma:

Der maxwellsche Dämon oder Maxwell-Dämon ist ein vom schottischen Physiker James Clerk Maxwell 1871 veröffentlichtes Gedankenexperiment ähnlich dem Laplaceschen Dämon, mit dem er den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in Frage stellt. Das Dilemma, das aus diesem Gedankenexperiment resultierte, wurde von vielen namhaften Physikern (z. B. Feynman) bearbeitet und führte mehrfach zu neuen Erkenntnissen. Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Information und Energie, ähnlich der Beziehung zwischen Masse und Energie in Einsteins Formel {\displaystyle E=mc^{2}} E=mc^{2}. Die Mindestenergie {\displaystyle E} E, um {\displaystyle n} n Bit Information zu verarbeiten, beträgt {\displaystyle E=nkT\ln 2} E=nkT\ln 2 ( {\displaystyle k} k ist die Boltzmann-Konstante und {\displaystyle T} T die absolute Temperatur des Systems). Auch heute noch inspiriert der maxwellsche Dämon die theoretische Physik. Außerhalb der Physik fand der maxwellsche Dämon aufgrund der Faszination, die dieses Dilemma auslöst, auch Eingang in die Kunst.

Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik trifft Aussagen über die Richtung von Prozessen und das Prinzip der Irreversibilität. Aus dem Zweiten Hauptsatz lassen sich die Definition der thermodynamischen Temperatur und die Zustandsgröße Entropie herleiten.[1] Ebenso folgt aus dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik die Unterscheidung von Exergie und Anergie und die Tatsache, dass der Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine den Carnot-Wirkungsgrad nicht überschreiten kann.

das ist das problem mit den spekulanten - sie müssen nichts von dem shit verstehen, mit dem sie dealen …


#19

ich habe inzwischen mehrere Theorien zu Bitcoin gehört, eine besagt, dass es Bitcoin davon profitiert, dass es zur Zeit einfach keine guten Anlage Objekte gibt.

Der Kryptomarkt ist außerdem noch recht klein, kleine Märkte sind stärker von Schwankungen betroffen als große.

soweit ich es verstanden habe, ist die größe der Transaktion nicht wesentlich. Jede Transaktion muß in die Datenbank eingetragen werden. Dieses Datenbank besteht aus aneinandergereihte Blöcke. Alle 10 Minuten wird ein neuer Block erzeugt und es gibt eine maximale Zahl von Transaktionen. Pro Sekunde sind maximal 7 Transaktionen möglich. Eine Transaktion kostete vor einem Monat noch 222 Kilowattstunden.


#20

da wird energie direkt in information umgewandelt :open_mouth:

im bekannten universum wurde wohl selten sinnloser energie verbraten