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Artikel des Tages


#128

(M. Weingärtner) #129

#130

vorsehung :no_mouth:


#131

https://juliareda.eu/eu-copyright-reform/censorship-machines/

Let’s fight the powers like we did back in 2011 and '12 against ACTA and SOPA! Don’t let communities like this one die!


#132

manche aus der vor-political-correctness-aera werden sich vielleicht noch an ein kinderlied erinnern.

Zehn kleine Negerlein,
Die fuhren übern Rhein;
Das eine ist in’s Wasser gefall’n,
Da waren’s nur noch neun.

[…]
Neun kleine Negerlein,
Die gingen auf die Jagd,
Das eine wurde totgeschoss’n,
Da waren’s nur noch acht.
[…]
Acht kleine Negerlein,
Die gingen in die Rüb’n,
Das eine hat sich totgegess’n,
Da waren’s nur noch sieb’n.
[…]
Sieben kleine Negerlein,
Die gingen zu ‘ner Hex’,
Das eine hat sie totgehext,
Da waren’s nur noch sechs.
[…]
Sechs kleine Negerlein,
Gerieten in die Sümf,
Das eine ist d’rin stecken geblieb’n,
Da waren’s nur noch fünf.
[…]
Fünf kleine Negerlein,
Die gingen mal zum Bier,
Das eine hat sich totgetrunk’n,
Da waren’s nur noch vier.
[…]
Vier kleine Negerlein,
Die aßen heißen Brei,
Das eine hat zuviel gegess’n,
Da waren’s nur noch drei.
[…]
Drei kleine Negerlein,
Die fuhr’n in die Türkei,
Den einen traf der Sonnenstich,
Da waren’s nur noch zwei.
[…]
Zwei kleine Negerlein,
Die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich totgeweint,
Da gab es nur noch einen.
[…]
Ein kleines Negerlein,
Das fuhr mal in der Kutsch,
Da ist es unten durchgerutscht,
Da war’n sie alle futsch.
[…]

daran musste ich denken, als ich diesen artikel las, und mir die bigotten debatten zum themal vergegenwärtigte:


#133


(Steffen Hannemann) #134

Super Idee, dass wir uns als Gruppe von Menschen so weit verbessern um für alle anderen Menschen, sowie den heutigen Machthabern unerreichbar zu sein.
Ihr seit ja alle noch sehr jung, als ich mal so alt war hab ich Perry Rhodan gelesen, die Hefte wurden 1961 begonnen: Rhodan fliegt als Amerikaner zum Mond, entdeckt dort ein Alien Schiff und kommt als Teraner zurück mit geiler Alien Technik, unbesiegbar mit der Idee die Erde zu vereinen.
Ihr könnt Euch das ja mal reinziehn:


#135

der “sofort-umschalter” erhält den zellaktivator. atlan hat auch einen. die arkoniden spielen das spiel der kelche.
ich bin vor ein paar jahren mit perry rhodan neo eingestiegen, hab es aber mittlerweile wieder aufgegeben.
maddrax lese ich gelegentlich.


(Steffen Hannemann) #138

Wie weit ist die Initiative 2045?
Hat jemand Infos dazu? Danke!

Am Ende des Videos kommt man auf den Punkt: Wir sind leider noch zu primitiv für diese wunderschönen Zukunft-Visionen. Russland möchte sich wie China vom Internet abkoppeln. Gut möglich, dass neueste Entwicklungen nur mit Neuralink ausgetaucht werden dürfen!


#139

hab mich bei neuralink beworben. :stuck_out_tongue_winking_eye:


#140

#141

hier zizek gegen peterson. es ist mitnichten so, dass zizek peterson in stücke reißt, wie im spiegelartikel dargestellt. es ist aber ziemlich klar, dass zizek eben genial ist, während dieser peterson bestenfalls mediocre ist. Bei Minute 107 wird Peterson sehr unsicher, aber es ist nicht so, dass Zizek ihn zerstört, obwohl er es an dieser Stelle könnte.


#142

mit argumenten lassen sich leider nur intelligente und vernünftige menschen überzeugen, deren ultima ratio nicht ausschliesslich der eigennutz ist; für alle anderen gilt nach wie vor der alte satz: konsequenz ist der kobold kleiner geister.


(Michael Hrenka) #143

Die Zizek Peterson Debatte war nicht uninteressant. Zizek erwähnt zumindest einmal Ray Kurzweil. Bei Peterson vermisse ich die Perspektive über zukünftige technologische Möglichkeiten und Probleme. Zizek geht darauf aber auch nicht näher ein.

Richtige Lösungen präsentieren beide nicht. Zizek ist für globale Kooperation und Peterson für persönliche Verantwortung. Das schließt sich ja nicht gegenseitig aus. Vielmehr könnte man die persönliche Verantwortung ja auch darin sehen, dass man eine globale Kooperation anstrebt und diese auch dort umsetzen kann, wo man persönlich gefordert ist.

Abgesehen von diesem groben Rahmen gibt es aber keine Lösungsansätze. Beide sehen sich vielmehr als Pessimisten was die Zukunft anbelangt. Es gibt sicher Menschen, die mehr die beiden drauf haben. Aber die haben es meist nicht so drauf sich effektiv in Szene zu setzen.


#144

also wenn du ein paar Namen hast die sich lohnen immer her damit. :slight_smile:

Ich würde auch gern einen Grund haben optimistischer zu sein. Meine bisherige beschäftigung mit Politik wirkte ziemlich desillusionierend.


#145

Warum ich ein Pessimist bin:

Hier ist die Erklärung. Wer keine Zeit hat sich den Podcast anzuhören, hier die Zusammenfassung:

  • Die einzelnen Unternehmen konkurrieren miteinander, dadurch dass sie versuchen ihre Produkte auf einem Markt abzusetzen, der nur über begrenzte Geldmittel verfügt, die Konsumenten für die am Ende produziert wird sind nämlich Normalverdiener, die keine riesigen Kredite von der Bank bekommen.

  • Die Konkurrenz wird mithilfe von Rationalisierung und Ausweitung der Produktion betrieben, so dass für immer weniger Geld immer mehr Waren geschaffen werden, um eben an mehr des begrenzten Geldes der Konsumenten zu kommen, als die Konkurrenz das schafft.

  • Das Wachstum der Unternehmer ist durch Kredite finanziert, was die Banken darüber entscheiden lässt, welches Unternehmen weiter gefördert wird, und welches keinen Kredit mehr erhält und damit pleite ist. Um das Wachstum zu erreichen ist die Rationalisierung notwendig, da sonst nicht billiger produziert werden kann.

  • Durch die Rationalisierungsmaßnahmen ist aber immer weniger Geld bei den Normalverdienern vorhanden, die die Waren am Ende kaufen sollen, im Gegensatz zu der Masse an Waren, die wächst.

  • Dies führt dazu, dass immer weniger Waren schlußendlich verkauft werden. Schlußendlich stellt sich heraus, dass die Massen von Waren und Produktionsmittel nicht rentabel sind. Der Überfluss an Produktionsmitteln und Waren führt also dazu, dass die erzielbaren Preise deren Produktion nicht lohnen und die Banken ihr Geld aus der Realwirtschaft ziehen.

  • Dadurch das die Geschäfte der Realwirtschaft platzen werden aber die Geldpapiere des Finanzmarkts entwertet. Es folgt eine Kettenreaktion, weil auf einmal alle feststellen, dass alles was sie besitzen, Schulden bei insolventen Unternehmen sind.

Dementsprechend ist es im Kapitalismus der Reichtum, der die Krise heraufbeschwört, nicht der Mangel. Die europäische Zentralbank macht den analytischen Fehler, in dem Mangel von Krediten die Wachstumsbremse zu sehen. In Wahrheit ist es so, dass keine Kredite kommen, weil die Situation zu unsicher ist und das Wachstum nicht gelingt, weil die Menschen zu arm sind um zu konsumieren.

Und selbst wenn sie ihren Denkfehler erkennen würden, so würde es ihnen nichts nützen, da dass ganze System nicht mehr reformierbar ist.

Edit: Das der Konsument ersteinmal feststellt, dass alles teurer wird, liegt an der fortschreitenden Inflation. Die Löhne werden nämlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr an die Inflation angepasst, was natürlich bedeutet, dass man faktisch jedes Jahr weniger Lohn für die gleiche Arbeit bekommt.

Edit2: Auf den ersten Blick sieht es aus als wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen die Lösung. Dies würde zumindest die Konsumfähigkeit zurückbringen.
Auf der anderen Seite wäre es allerdings so, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen im Prinzip ein Geld drucken wäre, weil es eben nicht investiert, sondern verkonsumiert wird. Das würde den Euro schwächen und ihn als Geldanlage fraglich werden lassen. Geld drucken ohne es zu investieren führt normalerweise zu Inflation.
Dementsprechend wird es vermutlich nicht gemacht werden.
Nicht das ich das schlecht finden würde wenn die EU samt ihrem blöden Euro den Bach runter gehen würde! Nur die EZB hat leider was dagegen.

Man kann an diesen Erläuterungen jedenfalls wunderbar sehen, warum der Kapitalismus ein verrücktes und gemeines System ist, dass abgeschafft gehört.

edit3: ein Nachtrag noch :slight_smile:

Rationalisierung bedeutet natürlich, dass Produktionskosten vermieden werden. Das erreicht man entweder, in dem direkt weniger Löhne gezahlt werden, oder indem Maschinen eingesetzt werden, die dann Personal ersetzen, die dann als Arbeitslose natürlich bestenfalls noch Sozialleistungen vom Staat beziehen, aber eben vom Unternehmen keinen Lohn mehr erhalten.

Dies erklärt dann die Verarmung der Bevölkerung.

Solange das Geschäft gut läuft mag sich das noch in Maßen halten, da die Produktion parallel dazu auch immer weiter ausgedehnt wird, weil die Unternehmen noch auf große Gewinne spekulieren. Wenn die Blase aber platzt, werden all diese Leute entlassen oder ihnen wird erklärt, dass ihre Löhne viel zu hoch sind.


#146

Hallo Johannes,
vielen Dank, dass du auf das interessante Gespräch von Zizek und Peterson aufmerksam gemacht hast. Auch wenn es weit vom eigentlichen Thema abkam, war es eine Bereicherung.
Vielen Dank auch für die Zusammenfassung von dem Vortrag zum Thema Schulden. Ich bin auch pessimistisch. Unser Wirtschaftssystem ist schon lange am Ende und wird immer wieder mittels politischer Tricks vor dem Zusammenbruch bewahrt. Das ist auch der Grund, warum man es nicht mit einer liberalen Marktwirtschaft gleichsetzen kann, denn in jener wären Banken untergegangen, statt gerettet worden und kein einziger Wirtschaftszweig würde nur auf Grund von Subventionen überleben. Wir haben tatsächlich eine staatlich „regulierte“ bzw. verzerrte soziale Marktwirtschaft, nur dass die Begünstigten dabei nicht die Schwächsten, sondern die Stärksten sind, die permanent Geschenke bekommen. Dieser Kategorienfehler kam leider auch in der Debatte vor, und so, wie Peterson lernen musste, dass Marxismus sich nicht auf das Kommunistische Manifest herunterbrechen lässt, sollten wir lernen, dass man unsere Wirtschaft nicht als liberal bezeichnen kann. In Wahrheit ist sie sehr restriktiv, wird einseitig manipuliert und basiert auf Arbeitszwang. Anders, als mit Zwang ist es nämlich nicht zu erklären, warum Löhne stetig schrumpfen können! Erst wenn jeder entscheiden könnte, ob er für ein Unternehmen arbeiten will und wenn ja, für welches, könnten wir versuchen, uns anzumaßen, unsere Wirtschaft als liberal zu bezeichnen. Der Kapitalismus wäre überhaupt kein Problem, wenn die Teilnahme daran freiwillig wäre. Würde man den Arbeitszwang abschaffen, könnten auch staatliche Rettungsaktionen die Transformation unseres Wirtschaftssystems nicht mehr verhindern. Darum bin ich etwas überrascht, dass ich bei Marx diesen Ansatz nicht gefunden habe, obschon er grundlegende Zusammenhänge erkannt hat, die scheinbar immer noch nicht das Mainstreambewusstsein erreicht haben. Wollen Marxisten bzw. Kommunisten / Sozialisten gar nicht den Arbeitszwang abschaffen? Wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, (dass sie ihn nicht abschaffen wollen,) muss ich mich auf Petersons Seite schlagen. Kommunismus wäre dann genau wie Kapitalismus eine Herrschaft und somit ist seine Frage berechtigt, woher die Kommunisten die Gewissheit nehmen, besser zu herrschen, als die Kapitalisten. Einen solchen Wandel würde ich daher auch nicht als Innovation betrachten. Innovativ sind hingegen die Forderungen nach einem BGE, so lange die Abschaffung von Arbeitszwang als Hauptziel verfolgt wird. Das BGE hat, wie du auch angedeutet hast, mindestens ein Problem. Als rein monetärer Transfer ist es auf Konsum ausgerichtet und behält eine Form von Abhängigkeit bei, die erneut instrumentalisiert werden kann, um Menschen zur Teilnahme am Wirtschaftssystem zu zwingen. Dieses Problem wäre aber lösbar, denn ein BGE muss nicht ausschließlich monetär sein. Zum Schluß bleiben mir folgende Fragen:

  1. Gibt es eine Alternative zum BGE, um den Arbeitszwang abzuschaffen? Ich kann sie momentan noch nicht sehen, bzw. jede Alternative, die ich sehe, wäre eine Form von BGE.
  2. Wollen Marxisten den Arbeitszwang gar nicht abschaffen? Wenn das so ist, warum wollen sie es nicht?
  3. Was sollte an einer Diktatur des Proletariats besser sein, als an einer Diktatur des Finanzkapitals? Peterson hat recht, dass jede Form der Herrschaft eine zentrale Verwaltung braucht und somit Hierarchien und Machtdifferenzen. Warum jedoch die Macht in den Händen der einen besser sein sollte, als in den Händen der anderen, ist keines Falls klar.

#147

Da müssen sich halt ein paar hundert Ingineure und Agrartechniker zusammensetzen und das mal austüfteln, wie man mit den verfügbaren Produktionsmitteln eine funktionierende Planwirtschaft zusammenbauen kann, die nur die Aufgabe hat, den Konsum der dadrin lebenden Menschen zu befriedigen.

Ich glaube nicht, dass die Menschen wirklich zu einer solchen Wirtschaft gezwungen werden müssen, schließlich ist es in ihrem Interesse das der Laden funktioniert.

Wie das in der Übergangszeit zwischen Kapitalismus und kommunistischer Planwirtschaft aussieht steht auf einem anderen Blatt, Revolutionen führen immer zu äußerst chaotischen Verhältnissen, die möglicherweise (vorrübergehend) eines zentralen Machtorgans bedürfen, schon allein um die militärische Intervention des Auslands zu verhindern.


#148

Niemand kann garantieren, dass Tüftler der Planwirtschaft nicht bestochen werden, etablierte Unternehmen zu begünstigen. Dann gehört es beispielsweise zum Plan, dass Saatgut und Pflanzenschutz von Bayer bezogen werden muss, man braucht dies nur als alternativlos zu verkünden. Welcher Plan auch immer, von wem auch immer, wie gewissenhaft auch immer, ausgetüftelt wird, er muss allen dann als Zwang auferlegt werden. Dass dies im Interesse von Menschen sein sollte, die sich gerne mit einer eigenen Idee als Unternehmer versucht hätten, nun aber zur Planerfüllung gezwungen werden, muss angezweifelt werden. Das zentrale Machtorgan wird nicht nur in der Übergangszeit notwendig sein und selbst wenn das der Plan sein sollte, bliebe man zum Ende der Übergangszeit wieder auf einer Herrschaft sitzen, die sich freiwillig nicht so leicht entmachten lässt. Hierfür braucht man kein Psychologe wie Peterson zu sein, um Menschen vernünftigerweise zu misstrauen, dass sie Macht nicht missbrauchen werden.

Der Marxismus befasst sich seit langem mit den nach wie vor wichtigsten Problemen unserer Wirtschaft und hat sie von allen am treffendsten begriffen und beschrieben. Umso erstaunlicher ist es, dass er bisher keine überzeugende Lösung präsentieren konnte.


#149

In der Tat. Da sieht man Mal, dass aus dem richtigen Wissen nicht notwendigerweise ein Lösungsweg folgt.

Aber das kann man im Grunde nicht alles dem Marxismus anlasten. Wenn die Mehrzahl der Menschen einfach zu blöde ist zu begreifen, dass ihre Interessen im Kapitalismus mit Füßen getreten werden, und statt einem Klassenbewußtsein ein Nationalbewußtsein entwickeln, dann kann auch die beste Theorie nix dran ändern.

Eine Möglichkeit ist zu sagen, dass der Klassenkampf verloren ist und man solange man kann noch versucht in diesem System zurecht zukommen. Eine andere ist es, weiter zu versuchen mehr Menschen davon zu überzeugen dieses System abzulehnen.
Muß im Grunde jeder selber wissen, was er für sinnvoller hält, beweisen dass der Kommunismus erreichbar ist kann ich nicht.