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Utopie oder Dystopie durch Big Data?

Am 21. Oktober hinterließ ein anonymer Hacker auf einem finnischen Internetforum eine englischsprachige Nachricht, wonach die Krankenakten von etwa vierzigtausend Patienten des großen Psychotherapiezentrums Vastaamo in seinem Besitz seien. Dieses Material enthalte sowohl die Adressdateien als auch die Personenkennzeichen – in Finnland ein wichtiges Dokument, das die Nutzer zu gravierenden finanziellen und behördlichen Transaktionen berechtigt – sowie die gesamten Protokolle der Therapiesitzungen, die von den Therapeuten über mehrere Jahre hinweg geführt worden waren.

Der Hacker schrieb, er habe die Akten der Vastaamo-Datenbank bereits im November 2018 gehackt.

Am Freitagmorgen wurde auf der Tor-Seite des Hackers eine Datei von zehn Gigabyte hochgeladen und nach einer Stunde wieder gelöscht. Viele, die im Netz gelauert hatten, luden die Datei herunter. Danach brach die Hölle los: Am Samstag bekamen Zigtausende Patienten des Therapiezentrums per E-Mail einen Erpressungsbrief, diesmal auf Finnisch, der ihnen die Möglichkeit bot, sich freizukaufen: für zweihundert Euro, zahlbar in Bitcoins innerhalb eines Tages, oder für etwa fünfhundert Euro, zahlbar in zwei Tagen. Damit war klar: Es geht um wesentlich mehr.

Die UN und Peking arbeiten an einem Big-Data-Rechenzentrum in China. Das „Global Geospatial Knowledge and Innovation Center“ befinde sich in der letzten Phase der Genehmigung und ermöglicht der KPC – ganz offiziell – Zugriff auf sämtliche Daten der UN-Mitgliedsstaaten.

Xi Jinping, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas, versprach indes: Der große Datenkomplex werde eine detaillierte Abbildung von allem haben. Von der Topographie über die Infrastruktur bis hin zum menschlichen Verhalten, zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt.

https://wie-soll-es-weitergehen.de/

um es mit marc zuckerberg zu sagen: privatsphäre ist schnee von gestern.

wieder ein Qdrop für meine singulariätsquest :face_with_monocle: ) ein ereignis mit globaler relevanz : privatsphäre in corona-zeiten. die kritische masse wächst.

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LifeLog war ein Projekt des Information Processing Techniques Office der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (DOD). Laut der Broschüre zur Ausschreibung sollte es “ein ontologiebasiertes (Sub-)System sein, welches den Verlauf der Erfahrungen und Interaktionen einer Person mit der Welt erfasst, speichert und zugänglich macht, um ein breites Spektrum von Sachbearbeitern / Assistenten und andere Systemfunktionen zu unterstützen”. Das Ziel des LifeLog-Konzeptes war es, “die Fäden des Lebens eines Individuums in Bezug auf Ereignisse, Zustände und Beziehungen verfolgen zu können”, und es sollte die Fähigkeit haben, “das gesamte Erleben eines Individuums aufzunehmen, von den gewählten Telefonnummern und angesehenen E-Mail-Nachrichten bis hin zu jedem Atemzug und Schritt der gemacht und Ort der aufgesucht wurde”.[1]

(https://de.wikipedia.org/wiki/DARPA_LifeLog)

On February 4, 2004 the agency shut down its so called “LifeLog Project”. The project’s aim would have been, “to gather in a single place just about everything an individual says, sees or does”.[23]

(https://en.wikipedia.org/wiki/DARPA#Recent_history_(1981–present)

On February 4, 2004, Zuckerberg launched “TheFacebook”, originally located at thefacebook.com.[22]

(https://en.wikipedia.org/wiki/Facebook#2003–2006:_Thefacebook,_Thiel_investment,_and_name_change)

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…endlich muss ich mich an den ganzen quark nicht mehr selbst erinnern :smiley:

Naja, ich war ja von Anfang an gegen die vollständige Digitalisierung. Ich weiß schon, warum ich diesen Grundgedanken pauschal ablehne. Jede Medaille kennt eben immer zwei Seiten.