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Pandemische Kriegsführung

Disclaimer: Dieses Thema öffentlich zu diskutieren, mag ethisch fahrlässig erscheinen. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass hochrangige Militärs sich schon lange recht ähnliche Gedanken gemacht haben. Da es sich hier um ein Thema handelt, welches von staatlichen Akteuren ausgeht, ist die potenzielle zusätzliche Gefahr, die durch eine öffentliche Diskussion entsteht, aller Wahrscheinlichkeit nach vernachlässigbar. Die Gefahr einer öffentlichen Panik durch die hier vorgestellten Ideen halte ich für äußerst gering – gerade im Angesicht der aktuellen Covid19 Situation.

Der synthetisch biologische Krieg

Während man sich bei Covid19 noch darüber streiten mag, ob die aktuellen Maßnahmen angemessen sind, oder nicht, ist es nicht klar, welche Maßnahmen bei einer sehr schweren Pandemie zielführend wären. Dieser Thread ist dafür das, dieses Szenario zu diskutieren.

Angesicht neuer Techniken wie CRISPR-CAS9 nimmt die Bedrohung durch synthetische Krankheitserreger zu. Gerade in dem aktuellen feindlichen Klima zwischen den USA und China ist die Möglichkeit, dass eine der beiden Seiten zu verdeckter biologischer Kriegsführung greift, um den Feind zu destabilisieren, leider nicht gerade unwahrscheinlich. Immerhin gibt es beim verdeckten Freisetzen von biologischen Pathogenen eine ungemein höhere “plausible Deniability” als beim Einsatz von nuklearen oder chemischen Waffen – dies gilt natürlich auch für Cyberwarfare, aber das würde natürlich den Rahmen dieses Threads sprengen (eine Nebenbemerkung darf aber noch erlaubt sein: Ein Angriff mit biologischen Pathogenen wird idealerweise durch einen Cyberangriff vorbereitet, welcher die Resilienz des Feindes empfindlich schwächen soll).

Nehmen wir an, dass es mit den besten aktuellen biologischen Techniken möglich ist, einen Virus zu synthetisieren, welcher selbst bei einer gut genährten und medizinisch so gut wie im heutigen Deutschland versorgten Bevölkerung eine Infektionssterblichkeit von ca. 20% aufweist, und sich etwa so schnell verbreitet wie Influenza oder SARS-CoV2. Einen derartigen Erreger auf den Feind loszulassen, wird natürlich auch die eigene Bevölkerung massiv erwischen. Deswegen wäre ein derartiger Angriff vermutlich eine Verzweiflungshandlung, die dann genutzt werden würde, wenn eine Seite fürchtet den Konflikt andernfalls endgültig zu verlieren.

In einem derartigen Szenario würde diejenige Seite gewinnen, welche die Pandemie am besten “aushalten” kann. Die ökonomische und politische Stabilität wird bei einer derart heftigen Pandemie natürlich auf eine sehr harte Probe gestellt.

Der allgemeine “Mainstreamkonsens” scheint zu sein, dass China eine derartige Pandemie besser überleben könnte, weil China kein Problem damit hat, sehr harte Lockdowns zu verhängen, um die Ausbreitung massiv einzudämmen. Würde der Westen im Krisenfall ähnlich autoritär wie China agieren können, wäre zumindest im Sinne dieser Maßnahmen eine Kräftegleichgewicht hergestellt, und für China wäre es wenig attraktiv einen derartigen Angriff zu starten, da beide Seiten ähnlich heftig erwischt werden würden.

In einer solchen Situation stellt sich dann eher die Frage, welche Seite effektiver die eigene Bevölkerung gesundheitlich behandeln kann. Diejenige Seite, welche effektive experimentelle, oder bisher wegen zu hoher (!) Effektivität unterdrückte (die Pharmabranche will keine realen supereffektiven Medikamente, weil sie den eigenen Absatzmarkt zerstören würden), einsetzen kann, wird die Pandemie am besten “wegstecken”. Daher ist die kritische Frage, welche Seite eine bessere Kontrolle über die eigene Pharmabranche hat. Schaut man sich die exorbitanten Kosten für die Gesundheitsversorgung in den USA an, scheint China hier ein klarer Sieger zu sein, zumindest wenn man sich klar macht, wie rabiat die KP gegenüber missliebigen Konzernen agieren kann. In einer sehr heftigen Pandemie ist es aber auch nicht unwahrscheinlich, dass selbst in den USA Pharmakonzerne unter Androhung von Militärgewalt enteignet bzw. unter staatliche Kontrolle gebracht werden. Es ist aber auch denkbar, dass die Führung der USA so korrupt ist, dass lieber die Profite der Pharmabranche als die Dominanz der USA gerettet werden.

Umgekehrt hat momentan wohl die USA einen Vorsprung in Sachen Biotechnologie. Dieser Vorsprung wird sich beim aktuellen rasanten technologischen Fortschritt von China aber nicht lange halten lassen. Ca. 2030 sehe ich zwischen den beiden Großmächten technologische “Waffengleichheit”. Allerdings ist dieser Vorteil wie oben ausgeführt nicht viel wert, solange man die eigene Bevölkerung nicht effektiv schützen kann. Nur wenn man ein Pathogen zusammen mit einer effektiven Impfung kombinieren kann, wird daraus ein strategischer Vorteil. Sollten die USA China biologisch angreifen wollen, ist der Hauptangriff daher vor 2030 am wahrscheinlichsten.

Momentan sollte es relativ klar sein, dass beide Seiten die aktuelle Coronakrise nutzen, um Pandemiemaßnahmen zu erproben, und die Infrastruktur für die Pandemieverteidigung zu etablieren. Das kann der Menschheit durchaus zum Vorteil gereichen, wenn das Resultat dieser Bemühungen eine so effektive und gleichmäßige Verteidigungsstärke gegen biologische Kriegsführung ist, dass keine Seite sich einen strategischen Vorteil auf diesen Gebiet ausrechnen kann. Si vis pacem, para bellum!

Relation zur aktuellen Situation

Diese Überlegungen könnten die aktuelle Situation mit Covid 19 in einem anderen Licht erscheinen lassen. Sowohl China als auch die USA hatten die durchaus nicht unberechtigte Vermutung, dass es sich bei Covid 19 um einen Angriff des Feindes handeln könnte. Deswegen auch die relativ harten Maßnahmen auf beiden Seiten. Dass die USA nicht härter auf Covid 19 reagiert haben, mag aber dagegen sprechen, dass die USA von einem biologischen Angriff ausgehen. Die relative Milde der Maßnahmen in den USA spricht eher dafür, dass es sich um einen “natürlichen” Erreger handelt, und nicht um eine Biowaffe. Dennoch wird die aktuelle “pandemische Situation” von beiden Seiten dafür genutzt, die eigenen Bioverteidigungssysteme zu verstärken.

Effektive Sicherheitsmaßnahmen

Aus meiner Sicht, wird aber nicht weit genug gegangen! Bei einem viralen Erreger sollte die Bevölkerung mindestens mit FFP2 Masken versorgt werden. Um diese Maßnahme nicht durch mangelnde Hygienemaßnahmen kontraproduktiv werden zu lassen, sollte bei jedem (!) Gebäudeeingang ein Spender für FFP2 Masken vorhanden sein, und ein Behälter für die Entsorgung von FFP2 Masken. Die “entsorgten” Masken könnten auch desinfiziert und damit “recycelt” werden können. Das wäre ökonomisch sinnvoll.

Das derzeitige Tempo der Digitalisierung ist nicht aggressiv genug. Wir brauchen eine wirklich martialische Digitalisierung, welche dadurch erzwungen werden kann, dass physikalische Treffen sanktioniert werden. Unternehmen, die nicht auf konsequentes Homeoffice für alle Mitarbeiter umstellen, müssen mit einer massiv erhöhten Steuerlast rechnen.

Es sollten massive Förderprogramme für das Entwickeln von (humanoiden) Telepräsenzrobotern / Avataren / Surrogaten gestartet werden. Mit den heutigen technischen Potenzialen sollte das viel versprechend sein, aber der politische und gesellschaftliche Wille dazu fehlt momentan noch.

Alle Menschen werden auf Compliance mit den Pandemiemaßnahmen durch Totalüberwachung getrackt. Damit selbst die Eliten spuren werden Strafen im Verhältnis zur Einkommen bei Noncompliance verhängt. Damit sich Eliten durch nicht Angeben von Einnahme- und Vermögenswerten heraustricksen, wird bei diesen automatisch eine intensive Durchleuchtung deren Finanzsituation angeordnet.

Das derzeitige System der Zulassung von Medikamenten und Impfungen wird komplett verworfen. Stattdessen darf sich jeder für die Erprobung freiwillig melden. Diese Partizipation wird entsprechend vergütet. Daten werden ich Echtzeit erfasst und mit Hilfe von KI evaluiert. Eine Haftung für Nebenwirkungen wird grundsätzlich ausgeschlossen. Jeder lässt sich auf eigenes Risiko behandeln – mit den Medikamenten oder Impfungen seiner Wahl. Eine Pflicht zur Behandlung oder Impfung sollte es aber nicht geben. In einer katastrophalen Situation ist es durchaus möglich, dass alle(!) Behandlungen und Impfungen mit massiven Nebenwirkungen verbunden sind. Die eigene Nation wird in diesem Fall durch diejenigen gerettet, welche sich nicht behandeln oder impfen lassen!

Ein massiver Einsatz von Health Trackern soll forciert werden. Biosensoren sollen die Vitalwerte der eigenen Bevölkerung ständig im Blick halten. Damit diese Daten nicht dem Feind in die Hände gelangen, sollten diese Tracker vom Militär hergestellt und verteilt werden – dass Großkonzerne effektiven Datenschutz betreiben, glauben heutzutage nur die Wenigsten. Wessen Vitalwerte auf eine Infektion, oder auch nur eine Gesundheitsanfälligkeit hinweisen, wird in Quarantäne befohlen. Bei Noncompliance injiziert der Tracker ein Anästhetikum in den Körper des Trägers.

Um die Volksgesundheit zu optimieren, bekommt jede Person eine tägliche Injektion mit optimierten Vitalstoffen zugeschickt und verordnet. Statt Selbstinjektion können auch medizinische Geräte genutzt werden, die in regelmäßigen Abständen die entsprechenden Vitalstoffe automatisch injizieren.

Selbstverständlich ist social Distancing einzuhalten. Um die negativen psychischen Folgen abzumildern, sollte jede Person mit einem haptischen Interfaceanzug ausgestattet werden, über welchen Umarmungen von Bezugspersonen per Internet übertragen werden. Statt direktem physischen Sexualverkehr, erfolgen Sexualakte in Zukunft über Teledildonics.

Die Härte dieser Maßnahmen wird ohne Gegenmaßnahmen zu einer enormen psychischen Belastung der Bevölkerung führen. Psychologische Schulungen sollten begleitet werden von einer Legalisierung weniger gefährlicher Drogen, etwa Marihuana. Bei Bedarf können entsprechende Drogen auch dem täglichen Vitalstoffcocktail beigemengt werden.

Da diese Maßnahmen per Definitionem in einer Kriegssituation stattfinden, wird eine substanzielle Unterwanderung dieser Maßnahmen als Hochverrat gewertet und mit dem Tode bestraft.

Also von härteren Maßnahmen wie aggressives Verhindern physikalischer Kontakte halte ich absolut gar nichts.

Ich meine, wie sollen wir denn in Zukunft noch leben? Dieses Szenario finde ich schrecklich und nicht lebenswert.

Stimmt! Dieses Szenario ist schrecklich. In etwa so schrecklich wie jeder Weltkrieg. Dieses Szenario will ich auch nach Möglichkeit vermeiden. Aber momentan haben wir noch den Luxus, diskutieren zu können, wie weit wir im Ernstfall wirklich gehen wollen.

Eine knallharte Abwägung zwischen Freiheit und Leben ist an der Zeit. Aber wenn wir uns hier im Westen für die Freiheit entscheiden sollten, und China macht uns dann platt, haben wir damit auch nur kurze Freude an unserer Entscheidung.

Andererseits schätze ich China so ein, dass die keinen Anlass haben uns wirklich plattzumachen. Aber wenn die USA erbittert an der Weltvorherrschaft festhalten, wird das eben sehr erbitterte Konflikte mit sich führen. Natürlich können wir da wenig für. Dann wären wir halt mitgehangen und mitgefangen.

Freiheit. Ich denke nicht, dass China so weit gehen würde.
Ganz klar wäre ich daher für Freiheit. Und selbst, wenn China so weit geht. Dann hatte ich wenigstens ein qualitativ besseres Leben, zwar kurz, aber gut.
Lieber das, als ewig in Gefangenschaft mein Dasein zu fristen.

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