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Macrons Sieg und seine sozial-liberale Partei


#1

Mit Macron regiert eine sozialliberale Partei mit absoluter Mehrheit. Obwohl ich persönlich skeptisch bin, hier ein Vorschlag:

Die TPD könnte sich Macrons Programm genauer anschauen und daraus ableiten was unter sozialliberaler Politik zu verstehen ist.


(Benjamin Eidam) #2

Find die Idee gar nicht schlecht, wobei ich primär sein explizites “ich bin außerhalb der klassischen Parteien” Auftreten mag und das für uns nutzbar halte.


#3

ja man muß schauen wie sich das entwickelt. Ich bin im wesentlichen skeptisch, weil ich bisher von Macron noch keine klaren Ansätze kenne, das einzige was ich weiß, dass er Frankreichs Position in der EU stärken will, was ohne Zweifel passieren muß, da Deutschland zur Zeit seine wirtschaftliche Macht gegenüber der restlichen EU mißbraucht. Das ist ein recht kurzsichtiges Verhalten von D, da D auf den Fortbestand der EU angewiesen ist.

Normalerweise regieren nur Populisten ohne klares Programm, ich hoffe Macron wählt ein paar wirklich vernünftige Experten in seinen Stab, die möglichst keine Lobbyisten sind.

die Fakten sind halt so:
Macron hat nun eine Wahlperiode Zeit mit seiner absoluten Mehrheit Frankreichs Probleme zu lösen. Sollte er das nicht schaffen wird Front National auf jeden Fall das nächste Mal gewinnen, was wohl das Ende der Währungsunion bedeuten würde und natürlich auch schlecht für Deutschland ist.

wenn Macron Erfolg hat wird das auf jeden Fall die Idee des Sozial-Liberalismus stärken, das heißt Parteien die sich dann an Macrons Linie orientieren werden mehr Beachtung finden.


(Benjamin Eidam) #4

Zumindest deine Sicht der Fakten. Was in einem Tag, einem Jahr oder einem Jahrzehnt ist, kann keiner sagen. Vll ziehen wir bis dahin auch die französischen Transhumanisten mit uns ins Parlament und die TH’ler bilden eine Weltregierung :wink:


#5

nach allem was ich weiß ist das Szenarion das wahrscheinlichste, sollte Macron versagen.

Front National war zweitstärkste Kraft, Macrons Partei kam quasi aus dem Nichts und könnte sich ebenso schnell wieder auflösen, sollte der Erfolg ausblieben. Wenn wir Glück haben zerlegt Front National sich selbst vor der nächsten Wahl.

Sicher ist, dass Front National den Euro abschaffen wird, wenn sie die Macht hat, wie auch viele andere populistische Parteien in anderen EU Ländern

Möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber der Zusammenbruch des Euros ist laut verschiedener Beobachter ein mögliches Szenario.

Mit viel Glück löst Macron alle Probleme und wir können uns quasi seine Politik als Vorbild nehmen. Wobei ich nicht weiß wie gesagt, wie sein Programm aussieht. Schaut man auf Wikipedia, steht da auch recht wenig, er will sparen, er will investieren, aber im Grunde nichts besonderes.

Edit: und um transhumanistische Politik zu machen, schlug ich ja vor gewisse think-tanks anzuschreiben :wink: wär schön wenn du das mal demnächst in angriff nimmst. ich kann die email auch selbst schreiben, aber erst nächste woche.

edit2: je mehr ich darüber nachdenke desto mehr errinert mich macron an dich und seine partei an uns, außer das sie nicht explizit technoprogressiv sind. wir könnten also die wahl gewinnen selbst ohne programm.

vielleicht haben wir ja schon erfolg wenn wir einfach alles genauso wie macron und seine partei en marche. und statt auf deutschland schieben wir die schuld einfach auf china (die klauen weltweit jobs) oder die USA (die bauen die meiste scheiße in der finanzwelt) :slight_smile:

edit3: macron hat allerdings reiche sponsoren. die haben wir wieder nicht.

edit4: wenn ich skeptisch bin heißt das nicht das ich gegen macron bin, sondern, dass ich mir mommentan nicht vorstellen kann wie er die probleme lösen will. aber ich lasse mich gern überaschen :slight_smile: so genug geedited


(Benjamin Eidam) #6

Zu den Think tanks hat @Lucas vor kurzem eine coole Liste erstellt, da sitzen wir dran, aber grad häufen sich die Projekte, daher eines nach dem anderen ^^


(Dominic Eberle) #7

Hilfreiche Links:


#8

Macron wendet sich bezüglich Syrien Putin zu und von den USA ab.


(Dominic Eberle) #9

Richtig so. Die Lösung dort und in der Ukraine geht nur gemeinsam mit Russland. Der Kindergarten muss ein Ende haben.


#10

Präsident Macron und seine Partei La Republique en March sind wirtschaftlich neoliberal und gesellschaftlich etatistisch. Alles andere ist eine Farce.

Jetzt wird Frankreich auch noch runtergewirtschaftet werden. Aber das wurde schon 2016 mit neuen Arbeitsreformen beschlossen, die jetzt unter Macron umgesetzt werden sollen. Schon da gab es massive Unruhen. Was jetzt passieren wird, kann man sich denken.

Die nur 46% Wahlbeteiligung wundern mich nicht mehr. Wahrscheinlich sind die Menschen vom Staat enttäuscht und haben deshalb keine Lust mehr, regiert zu werden, sondern nehmen ihr Leben lieber selber in die Hand. :wink:


#11

ja deswegen meinte ich ich bin skeptisch.

aber immerhin möchte marcon einige größere investionen machen. ich hoffe noch das hinter sozial-liberal sich irgendwas anderes verbirgt als das von dir erwähnte neoliberale programm.


#12

eine sache von macron die ich gut fand:

und eine die ich nicht gut fand:


#13

#14

War nur ne Luftnummer, wie ich erwartet habe. Die meisten haben ihn nur gewählt, um Le Pen zu verhindern. Und nur 30%+ sind überhaupt wählen gegangen.


#15

#16

klingt ambitioniert, verbessert meinen Eindruck von Macron wieder ein bisschen. Aber ob sich diese hochtrabenden Ziele durchsetzen lassen?


#17

leider bleibt es bei Worten. Macron treibt die Demontage der Demokratie leider weiter voran. Wenn in 4 Jahren eine rechtspopulistische Partei in Frankreich gewinnt, so trägt er mindestens einen Teil der Verantwortung.

Genauso wie Trump versucht er den Reichen Geschenke zu machen, während das Gros der Bevölkerung immer mehr Lasten aushalten soll.


#18

Wo bleibt es bei Worten? Er macht doch genau das, wovon er bereits offen redet.


#19

Für eine gemeinsame EU-Verteidigungspolitik schlägt Macron eine gemeinsame Eingreiftruppe vor, ein gemeinsames Verteidigungsbudget und eine gemeinsame Doktrin. Auch der Geheimdienst soll eine europäische Akademie bekommen.
Für eine gemeinsame Migrationspolitik, die auf Kontrolle achtet, plädiert der französische Staatspräsident für eine Reform des europäischen Asylrechts, für die Schaffung einer europäischen Asylbehörde und einer europäischen Grenzpolizei. Außerdem will er eine “europäische Staatsanwaltschaft” schaffen, um den Kampf gegen den Terrorismus zu verbessern.
Die künftige Entwicklungspolitik, insbesondere gegenüber Afrika, soll von einer erweiterten Finanztransaktionssteuer bezahlt werden.
Für die Finanzierung des ökologischen Übergangs will Macron an den Grenzen Europas eine CO2-Steuer einführen. Zudem plädiert er für eine “Reform des europäischen Handels mit Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten (CO2). Ein Preis von unter 25 bis 30 Euro pro Tonne CO2 sei nicht ausreichend. Derzeit liegt der Preis an der Börse bei etwa sieben Euro”.
Für die “digitale Transformation” will er eine europäische Behörde für Innovation schaffen, damit Europa mehr Finanzmittel für die Forschung hat. Zudem sprach er sich für eine Stärkung der Urheberrechte aus.
Finanzpolitik: Macron erneuerte seinen Vorschlag, einen Euro-Finanzminister einzusetzen und ein eigenes Euro-Budget aufzulegen.

all das kostet Geld.

abgesehen davon fördert eine ungerechte Steuerpolitik nur die Ablehnung von Europa.


#20

edit: Tja, ein guter Wille ist leider kein Ersatz für fehlende Konzepte. Denn ohne gute Konzepte bleibt nur weiter machen wie bisher.

Ich unterstelle Macron noch nicht einmal, dass er nur eine Konstruktion der Kapitalisten ist. Aber selbst dann wenn man kein Lobbyist ist, landet man beim Neoliberalismus, wenn man außer einem “Kampf gegen Rechts” keinen Plan hat. Ein einiges Europa erfordert eben mehr als ein paar blumige Worte.