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Berlin 1.8.2020: Die Demonstration als offener Widerstand

Politik kann man nicht so einfach boykottieren. Effektiv besteht der einzige Weg dies zu tun, im Auswandern in ein anderes Land. Das ist aber sehr kostspielig. Was bleibt einem sonst übrig, wenn Wahlen nichts mehr zu bringen scheinen, weil alle Parteien eine unheilvolle Politik mitziehen? Nur noch ziviler Ungehorsam und Demonstrationen. Diese Schlussfolgerung ist zwangsläufig. Die extreme Politik der Covid-19 Lockdowns in praktisch allen Staaten hatte entsprechend fast zwangsläufig Demonstrationen zur Folge. Das Recht diese Demonstrationen in Deutschland überhaupt anmelden zu dürfen, mussten sich die Organisatoren aber erst auf dem Rechtsweg erkämpfen! Mit anderen Worten: Ohne diejenigen, die sich dafür eingesetzt haben, die Demonstrationen zu legalisieren, wären wir bereits in einer Diktatur!

Vom Nutzen der Demonstrationen

Sind Demonstrationen sinnvoll? Ja, denn sie signalisieren dass gewisse politische Maßnahmen extrem unpopulär sind. Das wird die entsprechenden Politiker dazu motivieren entsprechende Maßnahmen nicht mehr zu machen, weil sie sonst abgewählt werden, oder schlimmeres. Selbst wenn alle bisherigen Parteien derartige Maßnahmen mitziehen, hat das Auswirkungen: Es stärkt neuen Parteien den Rücken, die versprechen auf die unpopulären Maßnahmen zu verzichten.

Würde sich zum Beispiel die SPD oder die AfD derartig positionieren, dass sie geschlossen den Lockdown ablehnen, würden diese umso mehr Zulauf bekommen, je mehr Demonstranten gegen den Lockdown auf die Straße gehen. Wenn sich keine aktuelle Partei diesbezüglich positioniert, erschafft das starke Anreize zur Gründung neuer Parteien, weil in diesem Fall auch tatsächlich die Chance besteht, dass diese Parteien gewählt werden.

Mein Erfahrungsbericht über die Demo am 1.8.

Ich habe mich sehr kurzfristig dazu entschlossen zur Demo zu fahren. Entsprechend musste ich mir ein recht teures Bahnticket besorgen. Für die Übernachtung und die Rückfahrt habe ich mich mit einem Teilnehmer einer früheren Demo in Stuttgart absprechen können (Hinfahrt war logistisch nicht machbar).

Mit meinem Chef habe ich abmachen können, dass ich an dem Freitag vor der Demonstration nur bis 12 Uhr arbeite. Danach habe ich mir um 13 Uhr einen Zug nach Stuttgart genommen und bin dann mit 2 ICE Fahrten um kurz vor 20 Uhr in Berlin angekommen. Für die Übernachtung von Freitag auf Samstag habe ich mir ein günstiges AirBnB ausgesucht, was zum Glück auch kurzfristig geklappt hat. In einem Supermarkt um die Ecke gab es noch Corona Extra Bier. Davon habe ich mir dann eins genehmigt.

Am Samstag bin ich dann zum Brandenburger Tor aufgebrochen. Im Zug hatte ich noch eine Maske an. Das Busticket habe ich mir tatsächlich per App online gekauft. Kontrolliert eigentlich niemand, aber ich habe das als Spende für die Busunternehmen verstanden, die trotz Pandemie überhaupt noch operieren.

Als ich kurz nach 10:30 Uhr am Brandenburger Tor angekommen bin, hat die Polizei schon eine Absperrung errichtet, um die Masse davon abzuhalten zum Platz Unter den Linden zu strömen. Das haben sich viele nicht gefallen lassen und sind durch die Absperrung durchgeschlüpft. Es waren zu wenig Polizisten da, um diese davon abzuhalten. Dieser Gruppe habe ich mich dann schnell angeschlossen. So kann ziviler Ungehorsam auch aussehen.

Waren auf dem Platz viele Menschen? Ja, schon…

Ich bin langsam den Platz vom Brandenburger Tor weg gegangen. Langsam, weil es stellenweise schwer war durch die Menschenmenge zu kommen. An Social Distancing war da nicht zu denken. Mich selbst hat es etwas verwundert, dass so gut wie niemand eine Maske getragen hat. Wenn man sich aber überlegt, dass sich bei Demonstrationen so gut wie niemand infiziert, war dies aus gesundheitlicher Sicht auch vernünftig, denn es war sehr heiß, und die Polizei hat die Menge teilweise kreuz und quer durch die Stadt umgeleitet, aber dazu später mehr.

Um ca. 12 Uhr hat sich der Menschenzug dann angefangen mit wahrnehmbarer Geschwindigkeit vorwärts zu bewegen. In der Zwischenzeit habe ich mit einer kleinen Gruppe gesprochen, die sich als Anhänger von QAnon zu erkennen gegeben haben.

Am Straßenrand waren stellenweise Plakate wie dieses hier:

Als der Demozug am Büro des ZDF vorbeimarschiert ist, war dort stets der Ruf “Lügenpresse!” zu vernehmen. Das Büro selber wurde von einigen Polizisten geschützt. Von der Masse hätten diese Polizisten ohne Probleme überwältigt werden können, genau wie an praktisch allen anderen Stellen der Demonstration, aber die Demonstranten waren so friedlich, dass praktisch nichts passiert ist.

Wir waren Stunden unterwegs. Da ich kein Wasser mitgenommen habe (in meinem Rucksack war dafür kein Platz mehr), war ich unterwegs einkaufen. Von den Demonstranten war praktisch niemand mit Maske in den Geschäften gewesen. Die Reaktion des Personals war gemischt. Aber der Umsatz muss sicher enorm gewesen sein. Manche Geschäfte sahen schon teilweise ausverkauft aus. Meine Hauptverpflegung war ein großes Stück Käse und ein Liter Kokosmilch. Später dann noch ein großer Cappuchino mit Sojamilch von Starbucks. Von den Kunden ohne Maske wurde fast niemand darauf angesprochen. Zum Teil kam dies vor, aber auch da waren die Reaktionen gemischt. An dem Tag ist glaube vielen die Lust am Diskutieren vergangen.

An zwei Stellen habe ich Gegendemonstraten gesehen, teilweise (bezahlte?) Antifa, aber auch andere Menschen. Diese wuden von den Hauptdemonstranten abwechselnd mit “Nazis raus!” und “Schließt euch an!” angeschrien. Lustigerweise gab es auf beiden Seiten der Demo viele Regenbogenfahnen.

In der Nähe vom Reichstag wollten einige Demonstranten die Stecke abkürzen und direkt um den Reichstag herum zur Straße des 17. Juni laufen wo die Hauptkundgebung war. Die Polizei hat die Straße aber abgesperrt. Manche kamen durch, andere nicht. Aus welchen Gründen auch immer. Ich habe es da nicht durch geschafft und bin einen längeren Weg gegangen. Dort hat es sich doch merkbar gestaut, vor allem dort wo die Staßen und Wege etwas schmäler geworden sind. Die Hauptstrecke scheint dies wohl nicht gewesen zu sein.

Es hat dann einige Zeit gedauert bis ich in der Nähe des großen Tiergartens war. Dieser war dann auch schon von der Polizei abgesperrt. Ich wurde dann von der Polizei dann noch mehrere Male umgeleitet, zurück zum Platz Unter den Linden (dort war ich dann auch im Starbucks). Das Brandenburger Tor war dann interessanterweise nicht mehr gesperrt, also bin ich dort durch in Richtung Straße des 17. Juni. Dort gab es eine große Absperrung von der Polizei. Wir wurden nach links und rechts umgelenkt. Ich habe viele Leute gesehen, die durch Waldwege auf den großen Tiergarten geströmt sind. Die meisten dieser Wege waren aber auch schon von der Polizei gesperrt worden. Durch einen unscheinbaren nicht gesperrten Weg habe ich es dann letztendlich auch dort rein geschafft.

Endlich war ich unter den Bäumen. Da die Sonne an diesem Tag ununterbrochen geschienen hat, war ich schon sehr erleichtert. Ohne Sonnencreme hätte ich mir dort fiese Sonnenbrände geholt. Dort haben auch viele andere Menschen Schatten und Ruhe gesucht. Dummerweise bin ich erst um 16:35 angekommen, gerade dann als die Polizei die Demonstration für beendet erklärt hat.

Die Demonstraten sind trotzdem keinen Schritt gewichen und die Straße des 17. Juni war sehr voll, vor allem am Rand unter dem Schatten der Bäume.

Das Areal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule war voll mit Demonstranten (bin nicht den ganzen Weg bis zur Siegessäule abgegangen, also muss ich mich bei dieser Aussage auf das Wort anderer Teilnehmer verlassen). Nach der Verlautbarung der Auflösung durch die Polizei rief die Masse

  • “Widerstand!”
  • “Wir bleiben hier!”
  • “Wir sind das Volk!”

Die Polizei konnte das Gelände unmöglich räumen. Viele Demonstranten haben sich auf der Straße hingesetzt. Einige wenige wurden trotzdem unter großen Anstrengungen abgeführt, aber davon habe ich selber nichts mitbekommen.

Während die Masse auf der Straße geblieben ist, ist Thorsten Schulte etwa um 17:40 Uhr ca. 1 Meter an mir vorbei gelaufen und hat die Demonstranten zu einer spontan angemeldeten Kundgebung vor dem Reichstag mitgenommen. Dort haben es einige Tausende hin geschafft, allerdings sind viele davon schnell wieder gegangen als denen klar geworden ist, dass dort bereits eine Veranstaltung stattgefunden hat, die von “Reichsbürgern” dominiert wurde. Als Thorsten Schulte das mitbekommen hat, hat er die Masse zum Kanzleramt umgeleitet, wo eine Menschenkette gebildet wurde. Davon habe ich persönlich aber nichts gemerkt. Ich habe vor dem Reichstag abgewartet, ob Thorsten Schulte dort auftaucht. Er wurde von den Organisatoren dort vermisst. Die Redner dort wollten auch mit der Polizeipräsidentin von Berlin verhandeln, vor Ort, aber diese ist der Kundgebung ferngeblieben.

Die Reden der “Reichsbürger” waren sehr “verschwörungslastig” und populistisch. Selbst wenn sie mit den Verschwörungen Recht gehabt hätten und den Reichstag gestürmt hätten, wäre da wohl nichts Gutes daraus erwachsen. Politische Sachkompetenz war dort geführt nicht unbedingt vorhanden. Abgesehen davon war der gesellschaftliche Rückhalt auch nicht besonders groß. Nach etwa einer Stunde waren nur noch Hunderte Demonstanten auf dem Park vor dem Reichstag.

Um ca. 20 Uhr habe ich den Platz dann auch verlassen, um mir endlich mal etwas mehr zu Trinken zu besorgen und dann die Leute zu treffen, mit denen ich mich dort verabredet hatte. Nach einer kurzen Odyssee durch Berlin habe ich diese dann auch getroffen und noch ein paar Bier mit denen getrunken. Scheinbar gab es ein Missverständnis und meine Unterkunft war doch nicht arrangiert. Ich konnte mir aber dennoch ein Zimmer im selben Hotel buchen.

Am nächsten Tag habe ich dann mit dieser Gruppe nach Hause zurückfahren können.

Fazit

Während der Demonstration war es schwer die Anzahl der Teilnehmer zu schätzen. Das ganze Areal war sehr eben, so dass man kaum eine Chance hatte die Demo von einer erhöhten Position zu fotografieren. Zwar hatte die Polizei einen Hubschrauber zur Zählung der Teilnehmerzahl, aber wenn diese keine vertrauenswürdigen Zahlen herausgibt (17000 an die Mainstreammedien und 500 000, dann 800 000, und schließlich 1 300 000 an die Organisatoren der Demonstration), dann bringt das leider nicht sehr viel. Meine eigene Einschätzung geht in Richtung ca. 100 000 - 200 000.

Bemerkenswert war die friedliche Atmosphäre, in der man den Wind der Befreiung spüren konnte. Der beste Vergleich wäre wohl der zum Fall der Mauer. Allerdings gab es keine Mauer zum Einreißen. Gewalt oder Schäden an Sachen oder Personen habe ich nicht sehen können. Aber die Welt weiß jetzt wenigstens, dass wir viele sind.

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Corona ist denke ich nur dazu da, um von den wirklich schweren Problemen abzulenken.
Außerdem ist die Regierungsform Demokratie eine uralte. Also man muss schon einen Mehrwert aus allem ziehen können. Die Welt steht im Chaos und ich hoffe es werde bald wieder Licht. Es muss nur jemand die Stimme erheben, der einfach Recht hat.

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Es muss nicht eine Diktatur werden wie früher. Ich stelle mir so etwas vor wie, Land und Weltrat der 50 jeweils. Ein Rat aus Physikern, Medizinern, Genetikern, Technologiebeauftragten, Biologen, Kulturbeauftragten, Umweltbeauftragten, Architekten usw. Und nix mit Kanzler, sondern nur die 50 Leute und die ausführenden Kräfte. Klingt vllt nach Science Fiction, aber ich gehe davon aus, das sich alles weiterentwickeln wird. Es gibt ja bereits Vereinigungen, aber die bestehen doch nur aus Funktionären. Die Leben alle ihr Leben und im Endeffekt macht niemand was wirklich. So vielleicht sind Demonstrationen gar nicht so unsinnvoll. Ich meine, was kommt bei Umweltzerstörung, Globalisierung, Klimawandel, Überbevölkerung, Überalterung usw dabei raus? Und was sollen bitte über 500 Atomkraftwerke auf der Erde? Wir verwalten eigentlich nur noch unseren eigen Untergang. Und fast keiner hat wirklich ein Bewusstsein dafür, was auf der Welt passiert.
Also was mir vorschwebt sind größere Thinktanks als Regierungen, ohne Chef. Und ich mach jetzt mal Schreibpause, weil ich kann mich nicht auf tausend Sachen konzentrieren.

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Klingt stark nach Technokratie. Das System in China ist tatsächlich näher an der Technokratie dran als fast alles was der Westen vorzuweisen hat. Aber gerade das sollte doch ein abschreckendes Beispiel sein. Selbst wenn uns wirkliche Experten regieren, heißt das doch noch lange nicht, dass diese nicht auch korrupt sein können. Wir bräuchten eine Regierung sowohl mit Fachkompetenz, als auch Transparenz, als auch realer Verantwortlichkeit. Theoretisch keine schwierige Sache. Ich sehe da aber eher das Problem, dass diese hohen Anforderungen noch noch wenige Kandidaten übrig lassen:

  1. Wer ist überhaupt fachlich qualifiziert?
  2. Wer lässt sich gerne transparent durchleuchten und verzichtet auf jede Möglichkeit Deals ohne die Argusaugen des Plebs durchziehen zu können?
  3. Wer ist willens die volle Verantwortung für alle zahllosen politischen Entscheidungen zu treffen?
  4. Wer von diesen Kandidaten hat außerdem gute Führungsqualitäten?

In einem solchen System sind die Anforderungen an die Politiker enorm. Heutzutage bestehen die Anforderungen eher darin möglichst korrupt zu sein und die Bevölkerung anzulügen ohne mit der Wimper zu zucken. Ich wäre auch nicht abgeneigt den Spitzenpolitikern im vorgeschlagenen System ein Jahresgehalt von einer Million Euro oder mehr zu gönnen. Das wäre ein Preis, der sich für die Gesellschaft sicher lohnen würde. Allerdings könnten derart hohe Gehälter gerade die falschen Leute anziehen. Diese müsste man aber so oder so durch entsprechende Qualifikationsprozesse ausfiltern.

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Wie wäre es mit einer Monarchie? In der Theorie ist sie das effektivste System. Gerade wegen Qualifikation und Korruption: Als Monarch wird man geistig und bildungsmäßig ein Leben lang auf das Amt vorbereitet und materiell hat man seit Geburt an schon “alles”.

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Theoretisch sind diese Faktoren von Vorteil, aber bei einer Monarchie hat man nur einen Menschen an der Spitze. Wenn dieser “kippt”, dann gibt es ernsthafte Probleme. Und das wird man auch nicht so leicht verhindern können.

So etwas wie eine Tafelrunde von Menschen, die von Anfang an darauf trainiert worden, gerecht und weise zu regieren, wäre eventuell besser. Aber dann hätten wir so etwas, was dem britischen House of Lords recht ähnlich wäre. Empirisch gesehen habe ich aber nicht das Gefühl, dass die Politik in Großbritannien so viel besser ist als die Deutsche.

Man kann es drehen wie man will: Am Ende regiert doch das Geld in Form von Milliardären, Megakonzernen, Hedge Fonds, etc. Nationale Regierungen sind inzwischen nicht viel mehr als deren Erfüllungsgehilfen. Was wir bräuchten wäre eine aufgeklärte direkte Demokratie. Dafür bräuchten wir aber freie Medien, die genügend Integrität besitzen sich nicht an die Plutokraten zu verkaufen.

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Man benötigt zum auswandern weniger Geld als vermutet, bisher war es möglich in Thailand, Malaysia und anderen Staaten Südostasiens mit 200 bis 300 Euro im Monat gut zu leben. Liegt an den in der Asien-Krise 1997 um 50% abgewerteten Landeswährungen.

Allerdings haben die Regierung eine nachhaltige Politik zur Eindämmung von Covod19 betrieben. So war Thailand, Malaysia zuerst davon betroffen, aber mit totalen Lockdowns + nächtlicher Ausgangssperre, Alkohol, Partyverboten bekam man das Virus sehr gut im Griff.

In ganz Thailand sind weniger Menschen verstorben als in der Stadt Stuttgart und seit April keiner mehr, auch die Fälle hat man auf 3 bis 7 pro Tag gedrückt und testet wesentlich mehr als in der EU!

Klar, dass Thailand keine Covoditoten ins Land lässt um das Erreichte in Gefahr zu bringen. Tourismus ist daher nicht mehr möglich: Selbst wer aus Job-Gründen dahin entsandt wird, muss in eine 14 tägige harte Quarantäne!

Wohin im Winter 20/21?
Türkei ist mit 3 Monaten Aufenthalt noch möglich und am Mittelmeer auch klimatisch recht erträglich. Aber genau so viele Corona-Fälle wie in DE dabei 3000 Tode weniger!
Der Geheimtipp ist aber Georgien, wo man ohne Visa zu beantragen 1 Jahr verbleiben kann!
Auch die Verbreitung von Covod19 ist einigermaßen im Griff, gut möglich, dass es aber bald zu Einreisestopps kommt!

Zur Corona Demo in Berlin zu gehen, würde ich warnen, es ist gut möglich, dass Milliarden Corona-Viren mit Absicht verbreitet werden!
Egal wer diese Corona-Petrischalen gezüchtet hat, man trifft damit viele Menschen welche selbst lockeren Corona-Schutz ablehnen, wie Mundschutz, Abstand!
Möglich, dass man damit einen neuen Lockdown erzwingen will und einen Aktien-Absturz wie 1931 bis 33, um dann günstig zu kaufen.

Darum wird die Covidioten Demo in Berlin aufgelöst:

Wer sollte das tun und warum?

Und was war der Plan mit dem ersten Lockdown?

Die wurde nicht aufgelöst, sondern ging noch am Sonntag weiter.

Ja stimmt, die Polizei hat sich als total unfähig erwiesen und versagt. Hätte man nicht gedacht, denn bei Schwarzfahrer in der Bahn gibt es 60 Euro Strafe, oder wer nicht zahlen will/kann 3 Monate Knast!

Aber ist ja nur ein Killervirus das macht doch nix wenn man sich da ansteckt!

Darum verzichten so viele auf Mundschutz nur um krank zu werden, weil das Virus ja auch gar nicht so schlimm ist und übertrieben wird?

Nur die Künstliche Intelligenz ist Hoffnung für Menschheit um Dummheit zu überwinden!

Aber im Auto legt Mensch brav den Gurt an, hält an der roten Ampel und fährt auf der richtigen Straßenseite, warum klappt es da - Gewohnheit?

Es gibt sogar in England dumme Menschen und Ungarn macht ab heute 1, 9, seine Grenzen wieder dicht: "Die Maschine sei voller „egoistischer Cov-Idioten“ gewesen.

Präsident Emmanuel Macron warnt vor Grenzschließungen innerhalb Europas."

Widerstand = ich steck mich gern an, ich liebe Lungenerkrankung und nehme sehr gern auch ein vorzeitiges Versterben in kauf, man stirbt ja eh mal.
Mundschutz, Abstand halten ist viel unerträglicher als am Killer-Corona-Virus zu erkranken?

Echter Widerstand:
Ich geh nicht zur Arbeit, schicke meine Kinder nicht zur Schule, wegen Corona-Killer-Virus.
Verzichte auf unnötigen Konsum, fordere von der Regierung sofortiges Corona-BGE in Höhe von 1200 Euro!

Forderung:
10 mal mehr Mittel für Wissenschaft/Forschung.
Das Recht vom heimischen PC aus zu arbeiten.
Bürokratie vom heimischen PC aus erledigen, Vorbild Estland!
Das Recht auf Schule von zu Haus aus.
Corona-BGE damit zumindest niemand wirtschaftliche Existenzangst haben muss.
Dazu hat es die erfolgreichste Bundestag Petition, welche am 26. 10. im Bundestag/Berlin angehört wird.


Am 16. 10. wäre eine Demo in Berlin sinnvoll, logisch Corona-konform!

Vielleicht hast du damit leider recht, doch dann könnte es viele sehr überraschen, wer sich als dumm herausstellt und wer nicht.
Du sprichst wiederholt von Covidioten und Killervirus. Hast du dir meinen Thread “Covid 19 wissenschaftlich” mal durchgelesen? Könnte doch immerhin sein, dass nicht alles so eindeutig schwarz-weiß ist, wie es scheint und sich viel mehr Aspekte des momentan wichtigsten Themas auf der Welt auftun, wenn man bereit ist zu einem Dialog mit Vertretern anderer Ansichten.
Da es nicht leicht ist, den Überblick zu behalten und man erst recht nicht mehr mit einer bzw. wenigen Nachrichtenquellen auskommt, schaue ich mir diese Presseschau an, die mir hilft, meine ausgetretenen Pfade im Netz zu verlassen:


(dauert recht lange, ist aber auf 2 facher Geschwindigkeit noch gut verständlich und zudem kann man auf der Homepage auch einfach alle links lesen)

Sehr gut informiert Herr Krachten, auch über alle Themen zum Transhumanismus, hier sein neues Video:

Zu Beginn des Videos werden Verschwörungstheorien grundsätzlich als Falschinformationen verunglimpft und mit Gewalt in Verbindung gebracht. Zudem wird eine Studie genannt, die ermittelt haben will, dass viele Menschen (50%) ihren Gefühlen mehr vertrauen, als Experten.

  1. Wenn alle Verschwörungstheorien 100% Unsinn bzw. Falschinformationen wären, dann müsste man konsequent die Ansicht vertreten, dass Menschen sich niemals gegen andere verschwören, nicht lügen, nicht taktieren, nicht täuschen usw. Oder man müsste sich auf den schmalen Grat begeben und behaupten, dass Menschen sowas niemals im großen Stile versuchen bzw. schon gar nicht mächtige Menschen. Dann kann aber beispielsweise soetwas wie die Watergate Affaire nie passiert sein.

  2. Wenn man aber anderseits aus der Aussage des you tubers schließen möchte, dass Verschwörungstheoretiker immer Idioten sind oder sogar gewalttätig, dann sollte besser niemand mehr motiviert sein, überhaupt nur zu versuchen, echte Verschwörungen aufzudecken.

  3. Dass Verschwörungstheorien immer im Zusammenhang mit Leuten auftauchen, die eher ihren Gefühlen vertrauen, ist hier eine im Kontext aufgestellte Behauptung, andernfalls ist es fragwürdig, warum die Studie überhaupt erwähnt wurde. Hiermit wird unterstellt, Verschwörungstheorien basierten nicht auf Wissen, sondern auf Emotionen.

Die Behauptungen sind alle falsch. Verschwörungen gab es in der Geschichte der Menschheit. Das weiß man, weil sie aufgeflogen sind. Bevor sie belegt oder widerlegt werden konnten, konnten sie nichts anderes sein, als eine Theorie. Die Menschen, die sich um ihre Aufklärung bemühten und retrospektiv Recht hatten, waren weder Idioten, noch primär emotionsgesteuerte, gewalttätige Menschen mit Ignoranz gegenüber Fachwissen und Experten. Wird eine Verschwörungstheorie aufgeklärt, ändert sich der Begriff und das ganze wird als Affaire oder Skandal bezeichnet. Deshalb ist es grundsätzlich unreflektiert, den Begriff “Verschwörungstheorie” rhetorisch als Synonym für Falschinformation zu verwenden, mit dem alles gesagt sei und von dem sich jeder fern halten sollte, der nicht als Idiot abgestempelt werden will. Differenzierter wäre es, den Begriff mit Adjektiven zu versehen wie besipielsweise : “glaubwürdige/fundierte Verschwörungstheorie” und “unglaubwürdige/unfundierte Verschwörungstheorie”

Ich war sehr neugierig auf eine fundierte Widerlegung der Covid 19 Verschwörungstheorien, aber 4 Minuten rhetorisch manipulatives, substanzloses Geschwurbel sind keine Argumente. Während er eingangs noch darauf verweist, dass es bedenklich sei, auf seine Gefühle, statt auf Experten zu hören, verunglimpft er dann jene Experten, die Ärzte sind und auf Hygiene Demos gehen, als schwarze Schafe. Auf Experten zu hören, statt auf Gefühle, reicht demnach nicht aus und man soll wohl auf jene Experten hören, die seine Version des ganzen unterstützen. Wolfgang Wodarg gehört seiner Ansicht nach nicht dazu und dann beginnt auch endlich soetwas wie eine Argumentation:
“Wolfgang Wodarg kann Expertise aufweisen und das ist für viele ein Anlass, ihn ernst zu nehmen” (also wohl doch nicht so viele, die nur auf Gefühle, statt auf Experten setzen)
“Schaut man sich Wodargs Videos an, wird schnell klar, dass er in seiner Argumentation äußerst geschickt vorgeht, seine Aussagen sind auch keineswegs alle falsch und so vertrauen ihm mittlerweile auch Menschen, die selbst medizinischen Background haben, doch schaut man mal genauer hin, welche you tube -Kanäle seine Inhalte verbreiten, dann kann man stutzig werden…” Wieder ein rhetorischer Trick und kein Argument. Er hätte jetzt genauso sagen können: “schaut man sich mal an, dass er bereits bei der Schweinegrippe als Verschörungstheoretiker in Erscheinung getreten ist…” und das wäre nicht einmal falsch gewesen, jedoch auch kein Argument. Wodarg lag damals richtig, er war also vorher Verschwörungstheoretiker und als diese Theorie bewiesen werden konnte, was war er dann? Prophet? Rhetorisch geschickt könnte die andere Seite dieses Scheinargument bringen, doch nur weil jemand in einer Pandemie richtig liegt, muss er in einer anderen nicht ebenso richtig liegen. Als Vorbereitung für Argumente würde ich jetzt nur gelten lassen, wenn mir der you tuber sagen würde, welche Behauptungen von Wodarg er denn für richtig befindet und welche als falsch. Das tut er aber nicht. Er bemüht einen weiteren Experten, der sich in der ARD-Sendung Monitor über Wodarg geäußert haben soll: “Der Großteil seiner Aussagen ist inhaltlich unstrittig […]” Hier wieder: Welche denn??? Was hat Wolfgang Wodarg denn alles richtig gesagt? Er geht nur darauf ein, was Wodarg seiner Meinung nach falsch geschlussfolgert hat:
“Die verstorbenen Patienten und auch die Todesfälle beim medizinischen Personal sind ja nicht erfunden. Das wäre uns auch aufgefallen, wenn wir kein Erfassungssystem oder keinen Namen für das Virus hätten” Diese Behauptung kann man mit Zahlen des RKI und des Statistischen Bundesamtes widerlegen, welche ich in meinem Thread “Covid 19 wissenschaftlich” aufgeführt habe. Wir haben eine der leichtesten Grippewellen seit Jahren und keine auffällige Übersterblichkeit. Ohne Tests und ohne Bewusstsein von der “Pandemie” wären Lungenentzündungen und auch Verstorbene festgestellt worden, wie jedes Jahr zur Grippewelle. Ich hab dich das vorher schon gefragt, aber ich frage jetzt nochmal:

Jetzt folgt ein weiteres Argument:
“Es gibt keine Immunität und weil der menschliche Körper diese Viren nicht kennt […]”
Wodarg spiele zum einen die erhöhte Infektiösität herunter und zum anderen “nutzt er die Tatsache, dass viele Betroffene nur schwache oder gar keine Symptome zeigen, was aber für die wenigen, die schlimme Symptome haben und schwer erkranken, auch kein Trost ist.”

  1. Da ist er nicht mehr auf dem Laufenden. Die Studie vom RKI in Kupferzell lässt vermuten, dass wenigstens 16,8 % der positiv getesteten Probanden Antikörper hatten (vorher, denn sie erkrankten nicht) und die Studie der Universität Tübingen kommt sogar auf 81% der seropositiven, bei denen zwar nicht direkt Antikörper getestet wurden, jedoch eine Immunantwort durch T-Zellen festgestellt wurde. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die bekannten Coronaviren eine Kreuzreativität bewirken und somit auch gegen Sars-CoV-2 immun machen können.
  2. Auch bei bisherigen Grippewellen war dies für schwer Erkrankte kein Trost, unter einer für viele Menschen harmlosen Erkrankung zu leiden. (Oder vielleicht doch, weil es Hoffnung macht, zu genesen?) Ein Argument wäre hier eine Zahl im Vergleich. Wieviele Menschen erkranken in diesem Jahr schwer im Vergleich zu anderen Jahren?

Danach gibt er Wodarg wieder recht: “Tatsächlich stimmt es, dass Viren oft mutieren…” das nächste, wirkliche Argument ist: “doch Fachleute sind sich sicher […] 2019 erstmals von einem Tier auf den Menschen übergsprungen ist” Welche Fachleute? Woher wissen sie das? Mir ist bekannt, dass es mehr Unsicherheit gibt, was den Ursprung des Virus anbelangt, statt Sicherheit. Angeblich wurde es in Abwasserproben gefunden, die älter als 2019 sind. Aber das ist auch bloß eine Behauptung. Gibt es irgendwo einen belastbaren Beweis, dass es erst 2019 entstanden ist? Und jetzt kommt das denkbar schlechteste “Argument” was er selber sogar zum Ende hin widerlegt: "“Bitteschön, warum soll ein mutiertes Virus denn nicht tödlich sein?”
Gegen Ende behauptet er : “Corona scheint sich tatsächlich abzuschwächen und das ist keine Verschwörungstheorie, sondern ein Fakt den übrigens auch alle Mainstreammedien verbreiten, also es gibt da überhaupt keine Verschwörungen oder soetwas.”
Also abschwächen kann sich ein Virus wohl nur dadurch, dass es mutiert, oder? (Und meint er tatsächlich, dass es eine Garantie sei, keine Falschinformation zu erhalten, wenn Mainstreammedien über etwas berichten? Ich erinnere nur daran, wie sie im April diesen Jahres Kim Jong-un für tot erklärten und im August erneut behaupteten, er liege im Koma)
Dazwischen geht er auf den PCR-Test ein, die Zahlen der Genesenen und Bill Gates Zahlungen an die WHO ( auch wieder ohne Zahlen zu nennen), was jetzt wirklich nicht dazu beiträgt, zu klären, ob Covid 19 nun wirklich schlimmer ist, als eine bisherige ARE bzw. Influenza.
Dann spricht er nochmal das angebliche exponentielle Wachstum an, was wir nie hatten und wozu ich auch eine Grafik angefertigt habe.

Viel Zeit verbrannt, keine guten Argumente, keine Zahlen und keine neuen Erkenntnisse. Vielleicht ist mir ja etwas entgangen und ich wäre wirklich dankbar @merapi22 , wenn du mir hier die Argumente des Videos herausfiltern könntest, die dich überzeugt haben.