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Bericht von 35c3


#1

Der Event war der Hammer, zehntausende junge IT-spezialisten, durchschnittsalter 30, viele frauen, kein mensch trägt einen anzug.

ich habe zig vorträge gehört, workshops gemacht, partys gefeiert, interessante leute kennengelernt. in der hacker szene scheint noch was zu gehen.

jep, und die Frauen sind nicht bloße Mackeranhängsel sondern waren größtenteils auf der Messe aktiv. Ich würde sagen die Quote war etwa 70/30 m/w, was für das Thema beachtlich ist.

Neben den technischen Vorträgen gab es eine Vielzahl von politischen Vorträgen und viel Genderwissenschaftliches Zeug. Der CCC ist im Gegensatz zu vielen anderen Hackerverbänden politisch links und es scheint besser zu klappen wie in der Piratenpartei, wo die Feministen sich mit den Computermachos zerstritten. Soweit ich das sehen kann versteht sich auch der Großteil der männlichen Hacker vom CCC als Feminismusfreundlich, es waren auch viele antifaschistsche Leute präsent. Seriöse Firmen hatten keinerlei Stände, eine Jobbörse gab es auch nicht. Parteien rechts von der Grünen sind nicht gern gesehen.

Der CCC versucht sich also seine unabhängigkeit zu bewahren, obwohl dort einiges an Humankapital unterwegs ist, was sie leider auch etwas blind für die Gefahren des Kapitalismus macht, der nur nach Patriachat und Nationalismus als Problem gelistet wird.

Klar, ich bin kein großer Genderfreund, aber ich bin auch nicht genderfeindlich. Es ist ne natürliche Entwicklung, dass wenn zahllose Frauen auf den Arbeitsmarkt strömen auch ein Kampf um die Neuverteilung der Rechte beginnt. Das bedeutet natürlich das der Konkurrenzkampf noch härter wird, denn je höher das Angebot auf dem Arbeitsmarkt, desto niederiger die Löhne überhaupt. Agenda 2010 sei dank, das nun zwei Leute in der Familie berufstätig sein müssen.

Auch wenn ich vielen ihrer politischen Analysen widersprechen würde, macht der Laden auf mich insgesamt einen hoffnungsvollen Eindruck, neben dem ganzen computerwissenschaftlichen Zeug was man da machen kann. Es gab über 50 Veranstaltungen parallel, 4 Tage lang bis tief in die Nacht hinein, Themenmäßig kam also einfach jeder auf seine Kosten.


#2

Definiere “gender”.

Werden Frauen in der heutigen Zeit noch benachteiligt, woran man was ändern muss, damit sie die gleichen Rechte wie Männer haben? Yep, denke ich.

Gibt es mehr als zwei Geschlechter und man kann seines nur durch Kraft des Willens beliebig ändern indem man sich so “identifiziert” (d.h. “man ist automatisch immer das, was man sein will”)? Nee.


#3

Ist halt die Frage ob man das über rechtliche Reformen machen kann. Wenn die Kapitalisten die Frauen nicht einstellen wollen, weil sie keine Schwangerschaft bezahlen wollen kann man da juristisch kaum was machen, die können sich ja immer rausreden es hätte an der Qualifikation gelegen.

Warum nicht? Die entsprechenden Technologien existieren ja.

Ich finde das Thema Gender halt nicht furchtbar spannend und bin wenig gewillt mich damit näher zu beschäftigen, dass ist alles.


(Erik) #4

In Anbetracht der Tatsache, dass weibliche Beschneidung verboten aber männliche Beschneidung explizit erlaubt ist, finde ich die Formulierung “gleiche Rechte wie Männer” immer sehr bedenklich. Das ist nämlich was mich an dem ganzen Gendergedöns und modernem Feminismus mittlerweile sehr stark ankotzt. Diese Fokussierung auf ein klares gut-böse Schema. Frauen sind unter drückt und Männer bevorteilt. Per se, immer und überall. Und da bin ich doch sehr stark anderer Meinung.


(Steffen Hannemann) #5

1% der Bevölkerung sind A-Sexuell und wenn man alle im Alter mit dazuzählt, welche nicht mehr und Kinder die noch nicht… dann dürften 30% A-Sexuell sein.

In Zukunft werden es fast Alle sein und wer als Cyborg, oder gar als nicht biologische Lebensform leben wird, ist klar wir sind alle mit Ursprung Mensch. Schnuppe welchen Geschlecht, welcher Rasse, Nation = das ist doch einfach nur Antiquiertes aus der Vorzeit!

Einfach nur unsinnig wenn Frau heute 20% weniger Lohn bekommt für die selbe Arbeit wie Mann!
So sehr begeistert bin ich auch von der Einschätzung der Piratenpartei nicht, bei den Linken ist Mann/Frau Unterschied genauso antiquiert, da sind die Piraten längst weiter!


(Steffen Hannemann) #6

Bei Schwerpunkt KI und BGE käme ich sicher zu einer ganz anderen Einschätzung = Zukunft statt Links/Rechts Vergangenheit:

KI und die Möglichkeiten der Manipulation:

Noch wichtiger ist das Blockchain zur totalen Energiekrise beiträgt und schon der Bitcoin Crash in den letzten 12 Monaten, Hände weg von dieser extremen Spekulation:
https://www.btc-echo.de/bitcoin-die-umweltkatastrophe-was-gesagt-werden-muss/

Pro BGE und eben nicht Links, sondern Zukunft:
https://der-farang.com/de/pages/hackerkongress-stellt-soziale-gerechtigkeit-in-den-fokus


#7

https://blog.fefe.de/?ts=a2d81160

Fefe hat sich auch geäußert


(Erik) #8

Das ist so unsinnig, dass es gar nicht der Fall ist. Diese 20% die rumgeistern sind nämlich das Durchschnittsgehalt aller Frauen und Männer. Also nicht gleiche Arbeit, nicht mal gleiche Firma oder gleiche Branche, geschweige denn gleiche Art der Anstellung.


(Steffen Hannemann) #9

Ohne Worte:
“Betrachtet man die Gehälter nach Geschlecht, sind enorme und ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen offensichtlich. Österreichische Einkäufer werden demnach um 20 Prozent besser vergütet als ihre Kolleginnen. Und in der Führung? Einkaufsleiter erhalten knapp 35.000 Euro mehr Gehalt als Einkaufsleiterinnen.”
https://derstandard.at/2000039161750/Frauen-im-Einkauf-verdienen-20-Prozent-weniger


#10

Hier noch eine Comedy-show vom ersten Abend:


(Steffen Hannemann) #11

Könnte man doch zum Thema machen - auch um mehr Frauen zur Mitgliedschaft in der TPD zu bewegen:
“Ökonomin Bohnet: “Die Lohnschere zwischen Männern und Frauen bereitet mir Sorgen. Ein Grund liegt darin, dass Frauen seltener um ihren Lohn verhandeln.””


(Erik) #12

Ohne die genau Studie kann ich das nur schwer nachvollziehen. Leider funktioniert der eingebettete Link auf der Seite bei mir nicht mehr. Aber an den Formulierungen im Text würde ich vermuten, dass wiedermal ignoriert wurde, wie die Personen angestellt sind. Ob in Vollzeit oder Teilzeit. Ob sie Überstunden machen oder andere Faktoren wie Erfahrung, die in das Gehalt mit reinspielen.


(Steffen Hannemann) #13

Depression betrifft unglaublich viel und ist ein Tabu Thema. Gut das dies hier mal angegangen wird. Aber ob die Partei mit Satire Lösungen für die heutigen Probleme hat?

Die Ursache der Depression sind defekte Gene und mit Lachen bekommt man keine Krankheit weg, sondern nur mit Wissen und Gen-Verbesserung.
Das einzige was gegen Winterdepression hilft = ab in den Süden = Sonne, was für Wonne und darum bin ich seit fast 30 Jahren über die 7 Wintermonate im Süden! Nur ein Tipp.

Warum hier nicht für Unterschriften für unsere Schwester Partei werben, welche insgesamt 4000 Unterstützer-Unterschriften benötigt!

Bitte das beidseitig ausdrucken, Freunde, Familie, Arbeitskollegen unterschreiben lassen, dann ab zum Einwohnermeldeamt und die 10 bis 50 Unterschriften bestätigen lassen = ab in Umschlag und an den Felix senden.

Die Formulare können unter diesem Link heruntergeladen werden: https://parteifuergesundheitsforschung.de/europawahl-2019.

Die Deutsche Partei für gesundheits Forschung will die Entwicklung einer wirksamen Medizin gegen die Krankheiten des alten Alters beschleunigen, damit wir alle ein länger gesünder leben leben können. Mit der Teilnahme an Wahlen machen wir advocacy, denn die meisten Menschen haben dieses Thema aus ihrem Kopf gestellt und viele wissen noch nicht von den Möglichkeiten, die wir mit neuen Technologien und mit dem Reparatur Ansatz haben.

Unser Ziel ist, dass die großen Parteien in Deutschland dieses Thema auch mehr in ihr Programm einbeziehen werden, so dass viel mehr Regierungs Geld in diese Art von Forschung investiert werden wird. Jeder würde davon profitieren, denn fast jeder wird irgendwann von mindestens einer der Krankheiten des alten Alters leiden, wenn wir nicht rechtzeitig eine wirksame Medizin entwickeln.

Bis jetzt hat die deutsche Partei für die Gesundheit der Gesundheit bereits an 5 Wahlen in Deutschland teilgenommen.

Jede einzelne Unterschrift wäre eine große Hilfe, denn jetzt in der Winterzeit ist es sehr schwer, solche Unterschriften auf der Straße zu sammeln und daher bekommen wir vielleicht nicht genug Unterschriften bis zum 4 März, wenn wir nicht mehr Hilfe bekommen.

Hier können sie mehr über unsere Party lesen:

https://www.leafscience.org/german-party-for-health-research/

https://www.fightaging.org/archives/2016/08/the-sens-rejuvenation-research-supporters-of-the-german-party-for-health-research-to-run-in-berlin-state-parliament-elections/

http://lifemag.org/article/german-party-for-health-research

https://lifeboat.com/blog/2017/09/german-party-for-health-research-together-against-age-related-diseases

https://en.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_Gesundheitsforschung

https://parteifuergesundheitsforschung.de/about_us

Vielen Dank!


(Mario Grunert) #14

Sind diese Unterschiede wirklich an dem biologischen Geschlecht auszumachen, oder an der sexuellen Präferenz für Frauen ?
Männer gehen aus Selektionsdruck höhere Risiken ein, wer höhere Risiken eingeht verliert auch öfter - für Männer ist das Risiko 5 mal größer obdachlos zu werden. Die Forderung den Genderpaygap alleinig zu schließen ist genauso wenn man die Beendung der Diskriminierung der Nichtspieler bei der Lottoziehung fordert.
Es gibt auch Entlohnungsunterschiede die garnicht nur am Geschlecht festzumachen sind, was ist mit der Korrelation zw. Lohn und Körperhöhe?
Überall klafft der Genderpaygap, überall - nein nachdem Androzid der höhergewachsenen Bevölkerungsgruppe der Tutsi in Ruanda konnten die verbleibenden Männer deren reproduktiver Erfolg allein durch die veränderte Demographie gesichert ist die Tretmühle verlassen und der Genderpaygap schloß sich.


(Michael Hrenka) #15

Der 35c3 war wirklich sehr faszinierend. Gut, dass die Vorträge in so guter Qualität öffentlich auf YouTube gestellt wurden! Brisant fand ich vor allem den folgenden Beitrag zur Unsicherheit von Software, welche Patenten- und Gesundheitsdaten verwaltet:

Vor allem drängt sich dann auch die Frage auf, wie mit effektiv unvermeidbaren Leaks umzugehen ist. Brauchen Menschen, deren Krankheitsverlauf geleakt wurde, besonderen Schutz? Dürfen diese etwa von Krankenkassen oder Arbeitgebern auf Grundlage solcher Daten nicht diskriminiert werden? Würde das überhaupt reichen?