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Geht da noch was mit der tpd?


#1

wer die derzeitige geisterbahnfahrt in der politik beobachtet, dem muss klar sein, dass der zeitpunkt für den transhumanismus als gestaltende kraft genau JETZT ist.
die alternativen sind bekannt. also : geht da noch was mit der tpd?


#2

Was will man erwarten, von einer Welt und Ära, in welcher der mächtigste Mensch der Welt offen eine Witzfigur ist?

Ansonsten: #YangGang #yangpilled


#3

Der richtige Zeitpunkt war schon immer, und ich denke da geht noch einiges. Es wäre aber ein Fehler zu denken dass man mit unserer politischen Richtung kurzfristig große Prozente einfahren kann. Im laufe der Jahrzehnte wird Transhumanismus höchstwahrscheinlich wie von alleine weiter und weiter in den Mainstream rücken, kurzfristig ist aber wohl kaum schon was zu erreichen.
Es wird sicher viele Jahre dauern bis die TPD auch nur die 5% Hürde nehmen kann, aber machbar ist es sicher. Was wir in der Zwischenzeit machen müssen ist uns zu profilieren, also das übliche, Aufklärung betreiben, Mitglieder gewinnen, Öffentlichkeitsarbeit.
Wir sollten auch andere Themen in Angriff nehmen um “wählbarer” zu sein. Gerade in der Drogenpolitik denke ich das am ehesten kurzfristig Aufklärung und Stimmgewinnung machbar ist, was wiederum ein Sprungbrett zu mehr Transhumanismus sein kann.


#4

machen wir es doch wie die zeugen jehovas und geben eine zeitschrift heraus.
online erstellen, kann dann jeder ein paar exemplare bei sich ausdrucken und dann an strategisch wichtigen stellen (bäcker, tanke, frisör, gemeindebüro ) auslegen.


#5

ich möchte hier nicht die kassandra machen, aber wie es aussieht, gibt es ein paar leute, die keine paar jahrzehnte warten werden, um ihre vorstellungen zu realisieren - und ob es dann noch raum für visionäre und freigeister geben wird, deren ambitionen über das bodenständige hinausreichen, das steht, und hier stösst die metapher wohl an ihre grenzen, in den sternen.

nun jedenfalls wird dann diese generation, wie die hippies damals sagen können : wir haben es versucht.


(Michael Hrenka) #6

Es gibt einen Anteil der Bevölkerung, den man als “transhumanismuskompatibel” bezeichnen könnte. Dieser Anteil wird im Laufe der Zeit tendenziell zunehmen. Diese Zunahme ist wahrscheinlich sogar exponenziell. Solange der Anteil aber sehr gering ist und die Verdopplungszeit sehr hoch ist, sind Transhumanisten eine praktisch vernachlässigbare Minderheit.

Was mir persönlich aufgefallen ist, ist dass die Verdopplungszeit doch sehr groß zu sein scheint. Ich würde da auf ca. 10 Jahre tippen. In 10 Jahren gibt es doppelt so viele Transhumanisten wie heute. In 100 Jahren dann 1024 mal so viele. Solange aber nur jeder 100 000ste als Transhumanist gezählt werden kann, würde der Transhumanismus mehr als 120 brauchen, um die 5% Hürde zu knacken!

Es geht also darum die Verdopplungszeit zu erhöhen. Der Schlüssel dazu besteht in der Exposition möglichst großer Teile mit transhumanistischen Themen. Je mehr Exposition, desto schneller wird eine Person möglicherweise zum Transhumanismus konvertiert. Transhumanismus muss zum kaum ausweichbaren gesellschaftlich zentralen Thema werden. Transhumanismus muss Einzug in alle Medien halten. Transhumanismus muss als unersetzbarer Teil der Allgemeinbildung gelten. Transhumanismus muss als Thema so lange wiederholt werden bis Stimmen, die sich dem entziehen oder dem Transhumanismus widersprechen als schrill und dissonant klingen. Transhumanismus wird die zugrundeliegende Färbung allen politischen, wissenschaftlichen, und technologischen Strebens.

Die Menschheit muss mit den Ideen des Transhumanismus konfrontiert werden. Und diese Konfrontation muss nachhaltig sein und weiter anwachsen. Es muss also erstrebenswert sein Transhumanismus zu propagieren. Und da ist vielleicht der Knackpunkt: Momentan ist die Anreizsituation transhumanistische Themen zu propagieren eher negativ. Man wird schnell ausgegrenzt, wenn man sich offen transhumanistisch äußert. Den gesellschaftlichen Gegenwind halten sehr wenige auf lange Zeit aus. Das heißt aber, dass umso mehr Transhumanismus als Thema gesellschaftlich akzeptiert wird, ein steigender Anteil der transhumanistischen Bevölkerung den Transhumanismus auch aktiv propagieren wird. Dies könnte dazu führen, dass sich der Anteil der transhumanischen Bevölkerung schneller als exponenziell vermehrt.

Andererseits heißt das auch, dass aller Anfang schwer ist und daher auch fast nichts passiert.

Aber hier mal ein Rechenbeispiel. Nehmen wir dann die Verdopplungszeit halbiert sich immer nach einer Verdopplung.

Im Jahr 2020 haben wir vielleicht 10 ppm
2030 dann 20 ppm
2035 40 ppm
2037,5 80 ppm
2038,75 160 ppm

diese Entwicklung führt zu einer Singularität im Jahre 2040, in welchem alle Menschen Transhumanisten sind, obwohl nur 10 Jahre vor nur jeder 50 000 ste Mensch ein Transhumanist ist.

Was wichtig ist, um diese Entwicklung in Gang zu setzen, ist es Transhumanisten zu ermutigen den Transhumanismus aktiv und aggressiv zu verkünden.

Nur wie?


(Shackleford) #7

Nehmt’s mir nicht übel, aber ich würde gerne nochmal auf die eigentliche Frage zurückkommen:
"Geht da noch was mit der TPD?"
Ist da noch irgendjemand, der irgendwas regelt?
Hier im (normal zugänglichen) Forum gewinne ich den Eindruck, daß die TPD mehr oder weniger tot ist! Oder wie, oder was?
Weiß da mal jemand was genaues?


#8

soweit ich es überblicken kann, hat sich die tpd als partei (sofern sie überhaupt noch diesen status in anspruch nehmen kann), festgefahren.
imho wäre eine neugründung das beste, vielleicht zuerst als verein, um eine relevante anzahl an mitgliedern zu versammeln, dann mal schauen.

es ist schwer zu verstehen, wieso in diesen zeiten, in denen die menschheit an die grenzen ihres ,menschseins stösst, und dazu ansetzt, diese zu transzendieren, sich so wenig leute für die praktischen anwendungen der wissenschaft und technologie interessieren.

ich habe dazu die these der “permanenten narzistischen kränkungen” erdacht. bis vor kurzem war es für menschen relativ einfach, sich eines “status des besonderen” zu versichern. jeder konnte etwas leisten, das ihn vor sich und denen seiner gruppe auszeichnete, sei es heldentum in der schlacht, aussergewöhnlichkeit als künstler oder denker, tugendhaftigkeit im sinne des kulturellen kontextes (welchen auch immer).

nun erlebt die menschheit die “umwertung aller werte”. nichts gilt mehr, alles ist unwägbar.
die reaktionen auf diese fundamentale verunsicherung entsprechen dem wesen des menschen als eines, von natur aus nicht mit zähnen und klauen ausgerüsteten fluchttieres: rückzug, verharren und übersprungshandlungen, um die aus existentieller angst entsprungene aggressivität abzuleiten, vorzugsweise an schwächeren und andersseienden.
das erleben wir gerade in der alten welt: eine angststarre. während in übersee die technologiemagnaten mit immer neuen attacken auf althergebrachtes vorpreschen (gerade bastelt sich mark I. vom zuckerberg sein eigenes geld) und weit im osten das reich der mitte sich für das neue jahrtausend in stellung bringt (neue seidenstrasse), verharrt die alte welt in schreckstarre, klammert sich furchtsam an ihre überkommenen wert(e)schöpfungsstrukturen, und hofft, dass der sturm irgendwie vorüberzieht.
ich selbst musste mir im gespräch mit einer führungskraft eines grosskonzerns anhören, dass es sowas wie künstliche intelligenz gar nicht gibt, und dass das internet ein “hype” ist. und das war in diesem jahr 2019. und diese ansicht ist weit verbreitet.
als ich mir die freiheit nahm, darauf zu verweisen, dass in übersee leute wie elon musk, jeff bezos und eine menge anderer anscheinend nicht die geringst absicht haben, darauf zu warten, dass der deutsche mittelstand in der gegenwart ankommt, wurde mir gesagt, ich solle doch ins silicon valley auswandern, wenn ich diese freaks so toll fände. (was ich ehrlich gesagt auch gerne tun würde).

was erleben wir stattdessen? plötzlich wird ein “heimatgefühl” propagiert, der humanistische geist des abendlandes wird beschworen und natürlich immer wieder die allzweckwaffe des feminismus als alleinstellungsmerkmal der moralisch-kulturellen überlegenheit des okzidents hervor geholt.

das ist tiefstes 20. jahrhundert.

ich persönlich habe kein problem mit intelligenten maschinen, und ich fühle mich auch nicht in meinem menschsein durch die vorstellung mental überlegener roboter gekränkt. im gegenteil, ich würde mich freuen, eine neue gattung intelligenter wesen im universum begrüssen zu dürfen, und hoffentlich von ihnen lernen zu können. wenn die lang ersehnten ausserirdischen nicht von selbst auftauchen, muss man sich eben welche bauen :joy:

und um dieses szenario möglichst noch zu lebzeiten geniessen zu können, meine ich, das mainstreamen technologischer und wissenschaftlicher paradigmen benötigt eine unterstützung durch eine transhumanistische bewegung.

und da die tpd, aufgrund welcher lapsus auch immer, sich dazu nicht in der lage zeigt, sollten wir uns eine alternative organisation aufbauen. und das möglichst bald.


(Jörg Wintenbach) #9

Also meinen Informationen nach ist Cassiopeia (Steven) das aktivste Mitglied der ehemaligen Besatzung.
Er hat auch soweit ich ihn richtig verstanden habe, alle Zugänge zu finanziellen und sonstigen Mitteln der TPD.
Also das bisher Erreichte ist nicht verloren.
Ich möchte ihm auf lange Sicht etwas der Arbeit abnehmen. Bin aber momentan in meinem Job etwas eingespannt. Bei uns auf der Arbeit ist in bzw. vor den Ferien das Meiste los.

Nichts desto trotz brauchen wir aber natürlich mehr Leute die etwas bewegen wollen.
Ich habe zur kommunikation den Discord Server überarbeitet und neu strukturiert. Ich poste die Tage mal die Einladung, damit sich die hier aktiven Individuen dort einfinden können und man einen frequenteren Austausch hat.

Viele Grüße!